Flensburg Mobil

Ein Projekt der bequa Flensburg Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH

Schiffbrücke 43-45
24939 Flensburg

Telefon: +49 461 - 1 503-0
Telefax: +49 461 - 1 503-100

URI: https://www.flensburg-mobil.de/

 
 
 
 

Rundgänge

Auf der folgenden Unterseite finden Sie Rundgänge mit ihren einzelnen Stationen, die Ihnen Sehenswertes aus der Region näherbringen wollen.

Zum Teil werden diese von unseren Touristikpartnern in Form von Flyern oder herunterzuladenden Dokumenten angeboten.

Wir haben die Beschreibung der beinhalteten Stationen durch Hördateien (zum Anhören oder zum Herunterladen) ergänzt und bieten Ihnen Informationsmöglichkeiten zur Zugänglichkeit und zur Wegbeschaffenheit.

Ein weiteres Angebot sind von uns selbst gestaltete Rundgänge, die den Anspruch von Barrierearmut erfüllen.

StadtRundUm Ost light

Einleitung

Gesamtlänge des Rundgangs: 5,0 Kilometer
Zeitdauer: 2,5 Stunden

Der Rundgang Ost light führt uns entlang des Hafens, an einem Bach und durch das Gängeviertel.

Quelle: http://www.flensburg.de


Kartenauschnitt © OpenStreetMap-Mitwirkende
 

Hinweis

Zahlreiche Informationstafeln am Wegesrand informieren nicht nur über Umweltthemen, sondern auch über Geschichte, Entstehung und viele Besonderheiten der alten Hafen- und Seefahrerstadt.Ein Eichhörnchen mit Namen Kekki begleitet uns auf allen Informationstafeln.

Der Rundgang Ost light ist die barrierearme Variante des StadtRundUm Ost. Treppen, Hänge und steile Straßen sind für Gehbehinderte allein nicht erreichbar.

Die Informationstafeln, die nicht barrierefrei zugänglich sind, haben wir zum Lesen diesem Rundgang angehängt.

01

Informationstafel - Hafenspitze

Flensburg ist die größte Stadt im deutsch-dänischen Grenzgebiet und liegt nur wenige Kilometer südlich von Dänemark. Flensburg wird auch als Tor zum Norden bezeichnet.
Die Flensburger Förde hat eine Länge von etwa 42 Kilometer und endet im Flensburger Hafen an der sogenannten Hafenspitze, ein bei gutem Wetter beliebter Treffpunkt bei Jung und Alt.
Hier haben wir einen direkten Ausblick auf den Hafen und die Marina mit zahlreichen Anlegestellen für Segelschiffe und Motorboote. Zudem genießen wir den Anblick auf die Wasserterrasse eines Restaurants. An der Hafenspitze befinden sich insgesamt zehn Bänke und drei Doppelbänke in kurzen Abständen zueinander. Dazu gibt es auf dem Spielplatz noch sieben Sitzgelegenheiten.
Von hier aus starten etliche Stadtrundgänge: „StadtRundUm Ost", „StadtRundUm West" sowie der Rundgang „Der Kapitänsweg". ln unmittelbarer Umgebung befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der Fischereihafen, der Salondampfer Alexandra und das Schifffahrtsmuseum.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel - Hafenspitze

Weg zum Fischereihafen

Vom Spielplatz an der Hafenspitze gehen wir rechts in Richtung Norden. Der Weg besteht aus Pflastersteinen und ist ein kombinierter Fußgänger- und Fahrradweg. Nach 45 Metern kommen wir rechts an ein Restaurant mit einer großen Wasserterrasse zur linken Seite vorbei. Gleich dahinter befindet sich auf der rechten Seite eine Strandbar. Dort befindet sich ein künstlicher Sandstrand ausgestattet mit Tischen und Stühlen, Bänken und Strandkörben.  Alles befindet sich unter freiem Himmel und ist  in der Saison von Anfang April bis zum Oktober geöffnet.

Nach rund 30 Metern kommt auf der linken Seite eine Holzplattform, die mal als Bühne diente und auf der rechten Seite eine aus drei Stufen bestehende Sitztreppe aus Stein mit einer Gesamtlänge von 20 Metern, die mal als Tribüne gedacht war. Links und rechts von dieser Steinsitztreppe ist je eine Sitzbank. Mittig von der Holzplattform gehen wir 10 Meter weiter nördlich und kommen links zu einer Plattform, die man über eine Treppe und zugleich über eine Rampe für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen erreichen kann.

Weitere 35 Meter nördlich kommt ein weiteres Restaurant, das z. Z. saniert wird (Stand 09/19). Hier teilt sich der Fahrrad- und Fußgängerweg. Links der Fußweg mit einer Breite von 2,5 Metern, rechts der Fahrradweg mit einer Breite von 3 Metern.

Nach 70 Metern sind wir an einem kleinen Sandstrand mit einer Holzbank. Gegenüber befindet sich eine kostenpflichtige Fahrradverleihstation. Wir gehen weiter und 10 Metern weiter befindet sich ein öffentliches WC, welches von April bis Ende Oktober geöffnet ist.

Nach weiteren 18 Metern befinden wir uns vor dem Eingang des Fischereihafens. Dort kommt die erste Informationstafel mit der Überschrift: „Die Küstenfischerei“. Nach 23 Metern links an Pfählen, kann man den Seemannsknoten Palstek und Kreuzknoten üben.

Einige Schritte entfernt sind wir am Fischereimuseum.

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine, Gehwegplatten

Gesamtlänge des Weges: 285 m

02

Fischereihafen

Die Flensburger Fischer, die sich in einen Verein organisiert haben, gehen dort noch immer nebenberuflich ihrem Handwerk nach. So wie einst hängen die Netze und Reusen der Fischer an den Trockengerüsten zum Trocknen und Ausbessern. Gleich neben dem Fischereihafen befindet sich ein Fischereimuseum.

Weitere Informationen zur Station Fischereihafen

03

Informationstafel -Küstenfischerei-

Küstenfischerei
Von Fischen und Fischern an der Flensburger Förde

In Flensburg hat die Küstenfischerei eine lange Tradition. Die Fischersiedlung Sankt Johannis an der damaligen Fördespitze ist 900 Jahre alt. Vor 250 Jahren siedelten Fischerfamilien entlang der Sankt Jürgen Straße im sogenannten Gängeviertel. Hier gründete sich 1872 auch der Flensburger Fischereiverein, in dem noch heute 50 gewerbliche Küstenfischer organisiert sind. Die Boote der Küstenfischer und -schiffer lagen schon früher am Ostufer des Hafenbeckens.
Während der kalten Jahreszeit werden die frisch gefangenen Fische jeden Sonntagmorgen hier direkt vom Boot aus verkauft. In der Förde fischt man vor allem Hering, Dorsch, Flunder (Stuffbutt), Goldbutt (Scholle), Steinbutt, Aalmutter, Aal, und Meerforelle. Seltener gehen Köhler (Seelachs), Lachs, Hornhecht und Makrele ins Netz oder an den Haken. Dabei hat jeder Fisch seine eigene Saison und erfordert eine spezielle Fangmethode:
In Stellnetzen lassen sich gut Dorsch, Hering und Butt fangen. Aale können sowohl mit Reusen und Bundgarn als auch mit der Bootswade oder der Langleine – mit Tobiasfischen als Köder – gefangen werden. An den Standorten der Netze warnen kleine Bojen (Stöder) die Segler: Ein roter Wimpel zeigt Stellnetze an. Durch selektive Fischerei wird der Fischbestand geschont. So lassen beispielsweise größere Maschen Jungfische durchschlüpfen. Fangquoten tun ein Übriges zum Erhalt unserer Fischarten.


Auf der linken Seite sind Bilder gezeigt das obere zeigt die Zugfischerei.
Untertitel des Bildes:
In der Zugfischerei wird die Wade eingesetzt. Dieses Netz, im Bogen ausgelegt, wird gleich danach wieder zusammengezogen und eingeholt.

Darunter ist eine Zeichnung einer Reusenart.
Der Titel dieses Bildes:
Das Bundgarn ist eine Form der Großreuse und dient im flachen Wasser zur stillen Fischerei von Heringen, Aalen und Dorschen.
Auf der rechten Seite geht es Hauptsächlich um die Fischarten und um noch eine Art des Fischfangs.

Das oberste Bild zeigt den Goldbutt. Der Goldbutt ist ein typischer Plattfisch, er wird 25 bis 40 Zentimeter lang.

Als nächstes ist der Dorsch abgebildet. Der Dorsch ist ein Grundfisch und kann bis 120 Zentimeter groß werden.

Jetzt ist die nächste Art des Fischfangs zu sehen ein, Stellnetz.
Stellnetze sind oben mit Schwimmern und unten mit Gewichten versehen und stehen dadurch senkrecht im Wasser.

Nun kommt der nächste Fisch, die Makrele.
Makrelen kommen zum ablaichen in die Förde, sie werden hier bis zu 50 Zentimeter groß.

Als letztes wird der weibliche Aal vorgestellt.
Weibliche Aale können bis 150 Zentimeter lang werden.

Gegenüber befindet sich eine weitere Informationstafel mit der Überschrift "Fischer schonen" .

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Küstenfischerei-

04

Fischereimuseum

Das Fischereimuseum Flensburg liegt unweit der Hafenspitze auf dem Ostufer der Förde. Die überaus interessante Sammlung zum Fischereihandwerk umfasst Angeln, Netze, Netznadeln, Aalstecher, Ankerleuchten und dazu viele Bilder, die zeigen, wie die hiesigen Küstenfischer früher an ihren Fisch kamen. Infotafeln erklären die gängigen Fischarten und beschreiben traditionelle Fangtechniken.

Der Fischereiabschnitt, auf dem es liegt, ist viel älter als das Museum selbst. Einige der teils altertümlichen Apparaturen sind heute noch in beinahe täglichem Gebrauch. So kann man dann und wann beobachten, wie die Mitglieder des Flensburger Fischereivereins ihren Fisch verarbeiten und veredeln, wie sie Netze flicken und wie sie ihre Boote wieder in Schuss bringen.

Weitere Informationen zur Station Fischereimuseum

Weg zum Lautrupsbach

Vom Fischereimuseum geht es 160 Meter weiter nördlich. Links am Ende des Rad und Fußweges kommen wir an den Hafendamm,  nach 85 Metern sind wir an einer Bushaltestelle und einer Ampel, die wir überqueren.

Jetzt stehen wir am "Unteren Lautrupsbach" den wir 80 Meter zum "Am Lautrupsbach" gehen.

Wir gehen die ansteigende Straße hinauf, vorbei an einem Pflegeheim mit der Hausnummer 8 und kommen nach 210 Metern  an eine steile Rampe aus Pflastersteinen, bis wir an einen Sandweg kommen. Diesen gehen wir links. Rechts von uns ist der Lautrupsbach.

Den Namen bekam der Bach von Christian Lautrup im Jahre 1889. Er besaß eine Wassermühle im Stadtteil St. Jürgen. Ursprünglich führte der Obere Lautrupsweg von der Ballastbrücke an der Wassermühle vorbei durch das Tal.

Nach 173 Metern kommen wir zur der Informationstafel mit der Überschrift: "Das Lautrupsbachtal". Daneben befindet sich eine Bank.

 

 

Bodenbeschaffenheit

Steinplatten, Asphalt, Sandwege

Gesamtlänge des Weges: 733 Meter

05

Informationstafel -Das Lautrupsbachtal-

Der Lautrupsbach
Ein renaturierter Lebensraum

Die Südspitze der Flensburger Förde umgeben 40 Meter hohe, steile Seitenmoränen, die von mehreren tiefen Kerben eingeschnitten werden. In den östlichen Fördehang hat sich unter anderem der Lautrupsbach eingearbeitet. Die abtragende Kraft des Wassers transportierte stetig Bodenmaterial hang abwärts und schuf mit der Zeit eines der markantesten Kerbtäler Flensburgs. Heute durchfließt der Lautrupsbach auf etwa 2 Kilometer Länge einen 50 bis 60 Meter breiten bis zu 10 Meter tief eingeschnittenen Talraum mit einem Höhenunterschied in Längsrichtung von etwa 25 Meter . Nachts fließt hier Kaltluft von den Moränenhöhen und versorgt die Innenstadt mit Frischluft.
Wie in vielen Bachtälern verlaufen auch im Lautrupsbachtal Verkehrswege – von 1881 bis zum Bau der Nordstraße 1953 waren es bis zu 3 Bahnlinien. Der Bach selbst diente zur Erzeugung von Wasserkraft und als Klärwerksvorfluter.
Sein Unterlauf wurde begradigt und lange Abschnitte, zum Beispiel der Mündungsbereich, verrohrt und überbaut. Seit den 1980er Jahren wurde dem Lautrupsbach wieder verstärkt freier Lauf gelassen. 1989-1995 erfolgte zwischen der Mündung und Bismarckstraße eine Entrohrung und Entfernung von Schmutzwasserzuflüssen. Ein zugeschütteter Bahntunnel wurde für den Bach und einen Wanderweg aufgegraben. Östlich der Bismarckbrücke folgten ein naturales Bachbett mit Regenrückhalteflächen sowie Wege und Grünflächen.
Als ökologischer Ausgleich für die Osttangente entstanden 2006 eine neue Unterquerung der Nordstraße und ein durch Mäander verlängerter naturnaher Bachverlauf. Feuchtflächen mit Röhricht und Sumpfdotterblumen ergänzen die neuen Lebensräume.
Heute wandern aus der Förde wieder Heringe zum Laichen bachaufwärts.

Zwei Bilder zeigen den Eisvogel und die Wasseramsel.
Der Eisvogel und die Wasseramsel kehrten zurück. Diese Tiere dokumentieren die gestiegene ökologische Funktion dieses Bachtals.

Unten sind Blumenabbildungen und ein Grasfrosch zu sehen. Angeordnet sind die Blumen von rechts nach links: 1. die Sumpf-Dotterblume, 2. das Sumpf-Vergissmeinnicht, 3. der Sumpf-Storchenschnabel, 4. der Blut-Weiderich und zuletzt die Wasser-Schwertlilie.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Das Lautrupsbachtal-

Weg durch das Lautrupsbachtal

Wir gehen von der dritten lnformationstafel mit der Überschrift: ,,Das Lautrupsbachtal" 337 Meter am Bach entlang. Links befindet sich ein Hang und rechts verläuft der Lautrupsbach. Der Bach entsteht durch die zwei Zuläufe Taerbek und Adelbybek. Der Zusammenfluss liegt auf dem Friedhof Adelby.

Das mittlere Lautrupsbachtal mit ihrer muldenförmigen landschaftlichen Eigenart wird heute überspannt durch das besondere architektonische Bauwerk der Talbrücke für die Osttangente. Das untere Lautrupsbachtal liegt in einem keilförmigen Einschnitt des Fördehanges. Dieser markante Einschnitt trennt die heutigen Ortsteile Jürgensby und Fruerlund. Beim Zugang zum Mühlenholz finden wir eine weitere lnformationstafel, die uns über die Verkehrs-Trassen im LautrupsbachtaI informiert.

Bodenbeschaffenheit

Sandweg

Gesamtlänge des Weges: 337 Meter

06

Informationstafel -Verkehrs-Trassen im Lautrupsbachtal-

Verkehrs-Trassen im Lautrupsbachtal
Von den Flensburger Kreisbahnen zur Nordstraße

Als Vorgänger der Norstraße nutzten bis 1953 mehrere Schienentrassen das Lautrupsbachtal: Die Flensburger Kreisbahnen und die Kieler Eisenbahn.

Die Flensburger Kreisbahn – eröffnet 1885 – war als erste Kleinbahn Preußens richtungweisend für die Entwicklung des deutschen Kleinbahnwesens. Die 52 Kilometer lange Bahnlinie zwischen Flensburg und Kappeln wurde für den Personenverkehr und den Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse angelegt.
Die Gleise der Schmalspurbahn bogen vom Kieler Bahnhof in einer engen Kurve ins Lautrupsbachtal und überquerten auf einer 22 Meter langen Eisenträgerbrücke die Linie Kiel – Flensburg.

Ein Foto zeigt den Blick ins damalige Lautrupsbachtal (Quelle: Sammlung Gerhard Nowe)

Die Linienführung orientierte sich an vorhandenen Gasthöfen, so dass Gastwirte den Bahnhofsdienst übernehmen konnten.
Die Bahn verkehrte zunächst mit 5 dreiachsigen Lokomotiven, ganze 20 Kilometer pro Stunde schnell. Es gab täglich 8 Abfahrten aus Flensburg. 1913 beförderte die Linie Flensburg – Kappeln 428.449 Personen, 33.429 Tiere und 67.212 Tonnen Güter.

Nach diesem Erfolgsrezept bekam die Kreisbahn 1902 eine 44 Kilometer lange Südstrecke bis Rundhof. Gegenüber dem Bahnhof Fruerlund lag die Fruerlundmühle (1800 – 1912).
Die Nordstrecke wurde 1925 bis Glücksburg elektrifiziert. Hier versahen bis 1934 Straßenbahnen den Personalverkehr.
Trotz mehrfacher Erneuerungen nutzten die Gleise der Kreisbahn mit der Zeit ab und wurden während der Kriegs- und Inflationsjahre vernachlässigt. Der Gütertransport ging zurück, und den Personenverkehr übernahmen Omnibusse auf der Landstraße.
So wurden 1938 die Südstrecke und 1953 die Nordstrecke wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten eingestellt. Die Kieler Bahnstrecke durch das Lautrupsbachtal wurde 1927 mit dem Bau des neuen Hauptbahnhofs abgebaut.
Die Nordstraße wurde am 26.3.1954 eröffnet. Sie orientiert sich in ihrem Verlauf an der nördlichen Kreisbahntrasse.

Ein Foto zeigt eine Karte des Lautrupbachtals von 1912 mit den Streckenverläufen der Kieler Bahn, der Kleinbahn Hürup – Satrup – Rundhof (1901 – 1938) und Glücksburg – Gelting – Kappeln (1885 – 1953) und den Hinweisen zum Lautrupsweg, der Bachstraße, Mühlenholz und der Fruerlundmühle.
Ein weiteres Foto zeigt den Kreisbahnhof (Quelle: Sammlung Gerhard Nowe)

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Verkehrs-Trassen im Lautrupsbachtal-

Weg zur Parsevalstraße

Von der Informationstafel mit der Überschrift: "Verkehrstrassen im Lautrupsbachtal" gehen wir den Sandweg weiter bis wir nach 236 Metern an eine Brücke kommen. Diese gehört zur Nordstraße. Danach geht es leicht ansteigend weiter und ist mit Holzbohlen versehen, die das Abrutschen des Sandes und der Steine verhindern sollen.

Nach 280 Metern gehen wir links den Sandweg weiter.  80 Metern auf linker Seite befindet sich 20 Meter vom Weg entfernt eine Holzbank, die einen schönen Blick auf den Lautrupsbach ermöglicht. 250 Meter weiter ist eine weitere Bank auf der rechten Seite und 30 Meter weiter kreuzen wir die Fuß- und Fahrradbrücke mit einer Treppe.

Wir gehen weiter auf dem Sandweg und kommen nach 160 Metern an eine Holzschranke, der Durchgang ist 1,50 Meter. Rechts gehen wir weiter auf einem Sandweg bis wir nach 150 Metern zu der Bushaltestelle Fruerlundbrücke der Linien 10 und 11 kommen.

Wir gehen 200 Meter bis zur nächsten Bushaltestelle Adelbyer Kirchenweg auf Pflastersteinen und Asphalt und biegen dann nach 15 Metern rechts in den Adelbyer Kirchenweg ab und gehen diesen 590 Meter bis zu einer Ampel in der Bismarckstraße. Nach 60 Metern, die wir links entlang gehen, sind wir in der Parsevalstraße.

Nach 165 Metern erreichen wir die Bachstraße, die wir überqueren.  Hier beginnt die St. Jürgen Straße. Nach 180 Metern ist rechts das Medienhaus "Offene Kanal", dahinter befindet sich die Friedastraße, die runter zur Nordstraße führt. Auf der linken Seite etwas erhöht befindet sich die St. Jürgen Kirche.

Nach 30 Metern sind wir an einem Spielplatz, der auch Sitzmöglichkeiten hat. Nach 12 Metern kommt eine Schranke.

Bodenbeschaffenheit

steiniger Sandweg, Asphalt, Gehwegplatten, Pflastersteine

Gesamtlänge des Weges: 1990 Meter

Weg zur St. Jürgen-Treppe

Hinter der Bachstraße beginnt die St. Jürgen-Straße. Nach 180 Metern befindet sich rechts das Medienhaus "Offener Kanal" und die Friedastraße. 30 Meter weiter ist ein Spielplatz mit Sitzgelegenheiten und einem sehenswerten Blick über die Flensburger Förde.

12 Meter weiter sind wir an einer Schranke. Links oben blicken wir auf die St. Jürgen-Kirche.

Wir gehen die Straße hinunter. Ab dem Haus Nr. 75 beginnen die historischen Kapitänshäuser.

Kulturpunkte Tafeln mit Hinweisen befinden sich an der Hauswand der Nr. 51 und dem Haus mit der Nr. 20.

Nach 250 Metern kommen wir an einem Brunnen vorbei. Dieser stellt eine Welle dar. Hier an der Hausnummer 47 steht auch eine Sitzbank sowie eine Informationstafel über den Kapitänsweg.

Nach 45 Metern an einer Hauswand befindet sich eine "Mutti und Vati-Bank" und 70 Meter weiter auf der linken Seite ist die kleine St. Jürgen Treppe.

Wir gehen die St. Jürgen Straße weiter und kommen nach 110 Metern an die St. Jürgen-Treppe.

Bodenbeschaffenheit

Kopfsteinpflaster, Gehwegplatten

Gesamtlänge des Weges: 690 Meter

Weg zum Margarethenplatz

Nach der Treppe gehen wir weiter durch die Johannisstraße. Diese ist mit Kopfsteinen gepflastert. Nach 110 Metern stehen wir rechts neben dem Margarethenplatz und links vor dem Eingang zum Margarethenhof.

Dieser diente im 18. Jahrhundert als Adelssitz. Seinerzeit gehörte zu dem Margarethenhof auch ein recht groß angelegter Garten im Barockstil. Unter anderem befand sich hier im 19. Jahrhundert eine Eisengießerei und der Hof wurde zur Fabrikvilla umgebaut. Mittlerweile entstand um den Margarethenhof eine Wohnsiedlung.

lm Eingangsbereich befindet sich eine lnformationstafel über die Geschichte vom Margarethenhof und rechts die lnformationstafel "Wasserkraft auf dem Margarethenhof". Wir gehen nun in den Hof. Links befindet sich ein altertümlicher Brunnen und man hat einen guten Blick auf das Hauptgebäude vom Margarethenhof, welcher auf einen Hang gelegen ist.

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine, Gehwegplatten, Kopfsteinpflaster

Gesamtlänge des Weges: 115 Meter

07

Informationstafel -Wasserkraft auf dem Margarethenhof-

Wasserkraft auf dem Margarethenhof

Für die historische gewerbliche Nutzung des heutigen Margarethenhofs waren die dort naturbedingt sehr reichhaltig vorkommenden Quellen sehr wichtig. Wie entstanden sie? Wer nutzte sie wofür?

In der Weichseleiszeit wurden bis vor etwa 12 000 Jahren von Gletschern aus Skandinavien Sand, Kies, Ton und Schluff sowie Gesteinsbrocken transportiert und im norddeutschen Raum abgelagert. In diesen unterschiedlichen Materialien kann entweder das Regenwasser gut nach unten versickern (Sand und Kies) oder sie sind undurchlässig und stauen es (Ton und Schluff). Dort wo ein Hang eine Wasserstauende Schicht schneidet, tritt das Wasser als Quelle aus.

Ein typisches Merkmal in Flensburg sind artesische Quellen, deren Wasser unter Überdruck aus dem Erdboden tritt. Dazu kommt es, wenn eine Grundwasser leitende Schicht zwischen zwei undurchlässigen, muldenförmigen Schichten lagert und die Stelle des Grundwasseraustrittes tiefer liegt als der Grundwasserspiegel in der leitenden Schicht (vergleiche Abbildung 1).

Abbildung 1 Schaubild über die schematische Darstellung einer artesischen Quelle
(Quelle: de.wikipedia.org)

Solche Verhältnisse bestehen am Steilhang, an dessen Hangfuß der Margarethenhof liegt (vergleiche Abbildung 2).

Abbildung 2 Schaubild über die hydrogeologische Situation im Hangbereich beim Margarethenhof; (Quelle: Landesamt für Natur und Umwelt)

Fließende Gewässer sind in Flensburg nicht selten, aber schmal und kurz. Trotzdem wurden auf Flensburger Gebiet neben 30 Wind- immerhin 24 Wassermühlen nachgewiesen. Eine der ältesten Mühlen fand bereits 1128 Erwähnung. Sie stand and er Einmündung des Mühlenstroms in die Förde. Eine Wassermühle drehte sich auch auf dem Margarethenhof.

Bis 1761 war es keinem Besitzer des Hofes erlaubt, dort ein bürgerliches Gewerbe zu betreiben. Bis dahin wurde die Wasserkraft für den Eigenbedarf sowie für Gartenanlagen genutzt, wie es bei herrschaftlichen Sitzen üblich war. Erst Peter Holst durfte eine Seifensiederei einrichten, deren Rührkessel und Mahlsteine er mit Wasserkraft zu betreiben gedachte. Auch sein Bruder Matthias, Gründer einer Zuckerei (vergleiche nebenstehende Tafel) sowie deren Erben benutzten zum Stampfen und Pressen des Zuckerrohres mechanische Vorrichtungen, die neben Steinkohle und Torf wahrscheinlich mit Wasserkraft betrieben wurden.

Ein Photo zeigt den heutigen Brunnen vor dem Margarethenhof

Thomas Englisch kaufte 1829 den Zuckerhof. Er nutzte eine direkt nordöstlich des Hauses entspringende Quelle zum Antrieb einer 5-PS-Turbine für seine Schleiferei und Dreherei sowie für ein Gebläse seiner Eisengießerei (Abbildung 3)

Abbildung 3 zeigt ein Photo des damaligen Margarethenhofs, welches mit seinem Gartengrundstück direkt am Wasser lag. Hinter einem Nebenhaus befanden sich Staubecken und Wasserrad. Im Flachdachgebäude vorn stand die Turbine Th. Englischs (Quelle: Flensburg in Bild und Wort)

1839 kam die Tuchwalkerei und Färberei des Kaufmanns Dietrichsen dazu. Im Wechsel mit der Turbine der Eisengießerei wurde ein bis 1912 vorhandenes 26 Fuß großes Wasserrad bewegt. Anschließend floss das Wasser in den nur 50 Schritt entfernten Hafen!

Ab 1842 übernahm NIkolaus Jepsen den Hof und baute ihn aus. In der bis nach Schweden und Preußen exportierenden Eisengießerei lieferte eine Wassertubine mit vorgelartem Teich die Kraft für das Gebläse. Wurde nicht gegossen, trieb die Turbine Schleifsteine und Drehbänke an. Bald reichte die Turbine nicht mehr. Jepsen kaufte eine Lokomobile (bewegliche Dampfmaschine) für das Gebläse. Nun konnte die Wasserturbine durchgehend die Drehbänke am Laufen halten.

Neben der Wasserkraft wurde ab 1861 einige Jahre auch eine Windmühle eingesetzt, die auf dem Dach der Gießerei stand. Sie trieb die Kohlenmühle an, mit der man Kohlepulver für die Sandformerei herstellte. Mit Kohle betriebene Dampfmaschinen lösten die Wasserkraft ab.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Wasserkraft auf dem Margarethenhof-

Weg zur St. Johannis-Kirche

Wir gehen aus dem Margarethenhof zurück auf die Johannisstraße.

306 Meter gehen wir vorbei an der Augustastraße und Plankemai zur Straße Am Dammhof. Wir biegen rechts in den Dammhof ein und gelangen so nach 100 Metern zur St. Johannis-Kirche.

Direkt am Kirchhof erhalten wir durch die lnformationstafel mit der Überschrift: „Die St. Johannis-Kirche“ Wissenswertes über die Kirche und die ehemalige Siedlung der Fischer.

Bodenbeschaffenheit

Kopfsteinpflaster, Gehwegplatten

Gesamtlänge des Weges: 410 Meter

08

Informationstafel -Die St. Johannis-Kirche-

Sankt Johannis
Siedlung der Fischer

Die Entwicklung der Siedlung begann vor 900 Jahren. Damals mussten Reisende, die auf dem Friesenweg von der Westküste nach Angeln zogen, an einer Furt den Bach Scherrebek durchwaten. Auf den Hügeln nördlich der Angelbo-Straten (=Angeliter Straße) hatten sich Fischer angesiedelt. Die besondere Lage ließ den Flecken mit der Zeit zu einem Marktort (Wik) werden, der Sage nach bewacht von der Burg des Ritters Fleno, der aus Leck stammte und Flensburg möglicherweise zu seinem Namen verholfen haben soll.
Anno1128 wurde auf einem Hügel gegenüber der Burg mit dem Bau der Sankt Johannis Kirche im Stil der Angeliter Feldsteinkirchen begonnen.

Das Bild rechts oben zeigt: So könnte die Fischersiedlung um 1150 ausgesehen haben; die Kirche, hier noch mit hölzernem Glockenturm, bekam erst 1741 ihren heutigen Turm.

Das Kirchenschiff im heutigen Grundriss stammt noch aus jener Zeit. Auch ein schmales romanisches Fenster in der Südwand ist erhalten. Sehenswert sind die aus den Jahren1481 bis 1513 stammenden Deckenmalereien von Peter Lykt. Sie zeigen ein Rankenwerk aus Eselsdisteln, aus dem die Blüten verschiedener Heilpflanzen hervorgehen, die schon im Mittelalter zur Arzneimittelherstellung verwendet wurden. Der Ort verlor an Bedeutung, als die fortschreitende Verlandung der Förde und die Einführung größerer Schiffe eine neue Anlegestelle erforderlich machten. Diese wurde auf der anderen Hafenseite gebaut. Die Kaufleute von Sankt Johannis übersiedelten zum Nordermarkt, wo anno 1284 die Stadt Flensburg gegründet wurde. Sankt Johannis blieb außerhalb der Stadtmauern. Das Viertel hat sich seine Eigenart bis zum heutigen Tag bewahrt.

Ein kleines Bild unten rechts zeigt eine Statue des Sankt Johannis; Titel:
Sankt Johannis blickt vom Haus der Diakonie gegenüber der Kirche herab. Die Lage der Siedlung in Bezug auf die heutigen Straßen zeigt die Karte unten links.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Die St. Johannis-Kirche-

Weg zum "Mauseloch"

Wir gehen von der lnformationstafel mit der Überschrift: „Die St. Johannis-Kirche“ 55 Meter weiter an der Kirche vorbei in die Süderfischerstraße. Rechts gehen wir weiter und nach 100 Metern teilt sich die Straße und wir gehen links in die Karlstraße.

Nach 60 Metern kommen wir an einen Parkplatz und nach 115 Metern geht es links zum Mauseloch. Nach 60 Metern sind wir durch die Unterführung auf dem Süderhofenden.

Die Bezeichnung Mauseloch ist der Spitzname für die Fußgängerunterführung unter dem Bahndamm, die uns zum Zentralen Omnibusbahnhof (kurz ZOB)  führt. Das Mauseloch wurde vor einiger Zeit im Zuge der Stadtverschönerung saniert und von einem Graffiti-Künstler mit – zum Namen passenden –  Motiven versehen.

Auf der linken Seite befindet sich die lnformationstafel mit der Überschrift: „Ein Bahnhof wird zum ersten ZOB".

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine, Gehwegplatten, Kopfsteinpflaster

Gesamtlänge des Weges: 325 Meter

09

Informationstafel -Ein Bahnhof wird zum Zob-

Ein Bahnhof wird zum ersten ZOB

Flensburgs erster Busbahnhof befand sich nicht hier an dieser Stelle, sondern beim Gasthof von Lorenz Goldt in der Roten Straße 18/20. Dort wird um das Jahr 1900 der Motorwagen von Martin Andresen und F.H. Lüers stationiert. Ihrer Omnibusgesellschaft mit Linienverkehr nach Wassersleben, Stenderupau und Satrup ist jedoch nur ein kurzer Erfolg beschieden. Erst als 1924 die Firma von Alfons Gorzelniaski und ein Jahr später die Allgemeine Flensburger Autobusgesellschaft (AFAG) gegründet werden, beginnt die Ära des Omnibusverkehrs.

Nach Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofes verliert der Preußische Staatsbahnhof seine Funktion. Am 31.12.1931 wird das neugotische Gebäude aus dem Jahre 1885 nach mehrjähriger Umbauphase als der erste Zentrale Omnibus Bahnhof Deutschland eingeweiht. Das Kürzel ZOB, das heute überall im Land gebräuchlich ist wurde also hier in Flensburg geprägt!

Innerhalb Flensburgs verkehrt seit 1881 die Pferdebahn, die 1907 von der elektrischen Straßenbahn abgelöst wird. Die Fahrgäste kommen mit dem Bus vom Umland in die Stadt und können am ZOB in die Straßenbahnlinie 2 in Richtung Duburg umsteigen.

Ein Foto zeigt den ZOB als Verkehrsknotenpunkt von Omnibussen und Straßenbahn, im Hintergrund verlaufen noch die alten Eisenbahngleise.

3 kleinere Fotos
zeigen 1. einen Mercedes-PKW, der mit neuer Karosserie auf 14 Sitzplätze umgebaut wurde und 1924 als erster Omnibus der Firma Alfons Gorzelniaski fuhr.
2. Den ersten Omnibus, den die Stadt Flensburg 1928 kaufte und der zur dänischen Grenze und zurück fuhr und
3. Der Auszug aus einem Fahrplanheft vom Sommer 1938, der in den ersten Jahren nach Eröffnung des ZOB´s einen vorbildlichen Service anbot.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Ein Bahnhof wird zum Zob-

Weg zur Hafenspitze

Von der lnformationstafel mit der Überschrift: „Ein Bahnhof wird zum ersten ZOB" gehen wir den Süderhofenden in Richtung Norden. Nach 180 Metern kommen wir an eine Ampel. Hier überqueren wir die Straße und gehen erst 10 Meter nach rechts, dann nach links bis zur Hafenspitze. Hier endet unser Rundgang „StadtRundUm Ost".

Wir haben einen direkten Ausblick auf den Hafen und der Marina, wo Anlegestellen für Segelschiffe und Motorboote sich befinden. Restaurants und Imbissbuden, sowie zahlreiche Bänke und ein Spielplatz laden zum Ausruhen ein.

Bodenbeschaffenheit

Gehwegplatten, Sandweg

Gesamtlänge des Weges: 350 Meter

Zusatz

Dies sind die Informationstafeln, die nicht erreichbar sind.

10

Informationstafel -Flensburg im Wandel-

Flensburg im Wandel
Eine Zeitreise durch die Stadtgeschichte

Sie schauen auf die Westseite des Flensburger Hafens und die Altstadt, vom Stadtteil Rude (links) bis zur Neustadt (rechts). Dort wo jetzt eine relativ dichte Bebauung überwiegt, waren bis Ende des 16. Jahrhunderts (die alte Stadtansicht ist aus dem Jahre 1588) noch Wald beziehungsweise landwirtschaftlich genutzte Flächen oder Brachen. Mühlen, wie die Boreasmühle (erbaut um 1750 am heutigen Standort des Museums), gab es noch nicht. Von einigen historischen Anlagen zeugen heute nur Namen, so von der Duburg, nach der das Stadtviertel auf der Westseite der Förde, nördlich (rechts) der Marienkirche benannt ist. Es wurde erst 1875 eingemeindet. Der Abriss der Duburg begann 1719. Die großen Kirchen wie die Johanniskirche jedoch sind noch heute erhalten- wenn auch nicht in ihrer ursprünglichen Gestalt. So ist die vor 1400 erbaute Nikolaikirche, wie sie heute steht, nach einem Brand verändert worden. Die Marienkirche, erbaut 1284, erhielt erst 1878 bis1880 ihren heutigen Turm. Links (südlich) der Heilig-Geist-Kirche stand das erste, 1445 erbaute Rathaus, in dem Jahrhunderte lang Theateraufführungen stattfanden. Auch die Lage der Hafenspitze hat sich verändert. Da, wo Sie heute trockenen Fußes zum Deutschen Haus flanieren, befand sich bis 1900 die langsam verlandende Südspitze des Hafens, die bis zum Carlisle-Park vor dem Bahnhof reichte. Von 1883 bis 1900 wurde die alte Hafenspitze verfüllt. Blicken sie geradeaus, sehen Sie die fünf Neubauten auf der Hafenostseite, Werftkontor genannt. Sie bieten attraktiven Wohnraum mit Hafenblick. Rechts daneben zeugen die in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gebauten, bis zu 6-stöckigen Getreidespeicher und Silos vom Handel, der den Hafen lange prägte. So blicken Sie aus der Gegenwart auf eine Vielzahl von Zeugnissen vergangener Jahrhunderte - vielleicht ist das der Beginn Ihrer individuellen Zeitreise, zu der Sie spannende Lektüre in der Touristinfo am ZOB finden.

Für Blinde wie Sehende erlauben zwei Blindentafeln gleich neben dieser Infotafel das Erfassen von Informationen. Weitere Blindentafeln stehen an der Hafenspitze und auf dem Schlosswall. Versuchen Sie mal, die Infos auf den Blindentafeln zu ertasten!

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Flensburg im Wandel-

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Informationstafel -Stadtreinigung, einst und heute-

Stadtreinigung
Einst und heute

Am 14. November 1892 wurde in Flensburg mit der Müllabfuhr begonnen. Zu deren Aufgaben gehörte damals auch die Fäkalabfuhr in Wechseleimern, die vom Schokoladenwagen eingesammelt wurden. Hier in St. Jürgen und im Oluf-Samson-Gang machte er noch bis 1950 seine Runde. Im Jahre 1949 führte man die regelmäßige Abfuhr in den Stadtteilen nach einem festen Tourenplan ein. Die Abfälle auf Deponien in Kauslund, Harrislee und in der Husumer Straße abgelagert. Den Müllwerkern stellte man damals, bis auf eine Leinenschürze, noch keine Berufsbekleidung. 1952 wurde das letzte Pferdefuhrwerk außer Dienst gestellt. Die Müllabfuhr verfügte jetzt über 3 Lastwagen mit je 4 Mann Besatzung. Die Mülltonnen aus Zinkblech waren im gefüllten Zustand so schwer, dass je zwei Mann mit Schultergurten nötig waren, um sie zu tragen. Anfang der 60er Jahre zeigte Hans Müller aus Hamburg, wie ein Müllwerker die runden Tonnen durch Drehung befördern konnte. In den 70er Jahren wurde auf leichtere Kunststoffbehälter umgestellt. Bis Mitte der 60er Jahre setzte man die Mitarbeiter in Leerlaufzeiten noch zum Stalldienst in der Landwirtschaft ein.
Als 1965 die erste Sperrmüllabfuhr angekündigt war, standen die Straßen voll mit Sperrgut. Die Stadtreinigung hatte fast zwei Wochen zu tun um der Menge Herr zu werden!
Heute sorgen fünf Restmüll-, zwei Sperrmüll- und ein Bioabfallfahrzeug für die getrennte Einsammlung. Seit Sommer 1995 wird aus Bioabfällen wertvoller Kompost gewonnen, der zur Bodenverbesserung eingesetzt werden kann.


Auf der rechten Seite sind zwei Bilder der Stadtreinigung zu sehen, das erste ist aus dem Jahr 1897 und hat den Untertitel:
Zur Erinnerung an die Nacht-Collonne der Stadtreinigung zu Flensburg 1897

Unten ein Bild eines modernen Müllfahrzeugs. Titel des Bildes:
Heute helfen moderne Fahrzeuge bei der Einsammlung – hier der Bioabfälle.

Oben rechts eine Luftaufnahme des alten Betriebshofs der Stadtreinigung in Jürgensby. Es ist durch Nummerierte Punkte angezeigt wo sich was befindet.
Es gibt die Verwaltung (1), die Lagerräume (2), Garagen (3), Schreinerei (4), Streugut (5), Werkstatt (6), Waschplatz (7), Container (8), Mülltonnen (9), Meister (10), Sozialräume (11) und Wohnungen (12).

Unten Rechts ein zweispänniges Pferdefuhrwerk. Um 1920 wurden die vollen Abfallbehälter mit solchen Pferdefuhrwerken transportiert.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Stadtreinigung, einst und heute-

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Informationstafel -Das Gängeviertel-

Das Gängeviertel
Zwischen Pilkentafel und Steuermannsgang

Im Mittelalter zog sich hier der Weg von Flensburg zum Hospital von Sankt Jürgen empor, das zur Isolierung von Aussätzigen und Pestkranken diente. Vor etwa 250 Jahren wurden entlang der Straße die ersten Häuser errichtet, vor allem von Küstenkapitänen und Handwerkern. Da sich diese neue Siedlung außerhalb der Stadtmauern befand, mussten die Bewohner hier nicht die hohen Steuern der Stadt zahlen, sehr zum Ärgernis ihrer Zunftgenossen am anderen Fördeufer.

Rechts oben auf der Seite ist ein Kartenausschnitt. Dieser Ausschnitt aus der Kartierung des Flensburger Stadtfeldes von 1779 zeigt die Bebauung der Sankt Jürgen Straße; sogar die Pilkentafel ist verzeichnet.

Auch der Wirt vom Ratskeller beobachtete mit Neid die Konkurrenz in Sankt Jürgen. Ab 1602 erfreute sich dort das Gasthaus Pilkentafel nicht nur bei den Schiffern großer Beliebtheit. Hier amüsierten sich die Gäste bei einer art Billardspiel an einem langen Spieltisch, der sogenannten Beilkentaffel. Wahrscheinlich hatten Seefahrer das Spiel aus Hamburg oder Holland mitgebracht.
Das Haus lag bis 1870 direkt am Fördestrand und war bequem mit dem Boot zu erreichen.

Ein Bild mit der Ansicht des Gasthauses Pilkentafel um 1870, als das Grundstück noch bis an die Förde heranreichte.

Zwei Flensburger Fährleute verdienten sich ihren Lebensunterhalt damit, zwischen Schiffbrücke, Pilkentafel, Ballastbrücke und Kielseng hin und herzurudern. Ein lukratives Geschäft, wenn ihnen nicht die Schiffers- und Fischertöchter einen Strich durch die Rechnung machten. Indem sie die Fährkundschaft mit den Kähnen ihrer Väter übersetzten, verdienten sie sich ein Taschengeld. Dazu gingen sie sogar auf die Märkte und sprachen die Bauern an, um sie zur Pilkentafel zu bringen. Heute beherbergt die Pilkentafel eine über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Kleinkunstbühne gleichen Namens.

Unten rechts eine Zeichnung eines Typischen Kapitänshauses.
Titel: Bis heute erhalten: Typisches Kapitänshaus in der Sankt Jürgen Straße.

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