Flensburg Mobil

Ein Projekt der bequa Flensburg Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH

Schiffbrücke 43-45
24939 Flensburg

Telefon: +49 461 - 1 503-0
Telefax: +49 461 - 1 503-100

URI: https://www.flensburg-mobil.de/

 
 
 
 

Rundgänge

Auf der folgenden Unterseite finden Sie Rundgänge mit ihren einzelnen Stationen, die Ihnen Sehenswertes aus der Region näherbringen wollen.

Zum Teil werden diese von unseren Touristikpartnern in Form von Flyern oder herunterzuladenden Dokumenten angeboten.

Wir haben die Beschreibung der beinhalteten Stationen durch Hördateien (zum Anhören oder zum Herunterladen) ergänzt und bieten Ihnen Informationsmöglichkeiten zur Zugänglichkeit und zur Wegbeschaffenheit.

Ein weiteres Angebot sind von uns selbst gestaltete Rundgänge, die den Anspruch von Barrierearmut erfüllen.

StadtRundUm Ost Flensburg

Einleitung

Gesamtlänge des Rundgangs: 4 Kilometer
Zeitdauer: ca. 2 Stunden

Der Rundgang "Ost" führt uns entlang des Hafens zu faszinierenden Aussichtsplattformen, durch den Volkspark und durch das Gängeviertel.

Quelle: http://www.flensburg.de

 

Hinweis

Zahlreiche Informationstafeln am Wegesrand informieren nicht nur über Umweltthemen sondern auch über Geschichte, Entstehung und viele Besonderheiten der alten Hafen – und Seefahrerstadt.

Ein Eichhörnchen mit Namen Kekki begleitet uns in allen Informationstexten.

01

Hafenspitze Flensburg

Flensburg ist die größte Stadt im deutsch-dänischen Grenzgebiet und liegt nur wenige Kilometer südlich von Dänemark. Flensburg wird auch als Tor zum Norden bezeichnet.
Die Flensburger Förde hat eine Länge von etwa 42 Kilometer und endet im Flensburger Hafen an der sogenannten Hafenspitze, ein bei gutem Wetter beliebter Treffpunkt bei Jung und Alt.
Hier haben wir einen direkten Ausblick auf den Hafen und der Marina mit zahlreichen Anlegestellen für Segelschiffe und Motorboote. Zudem genießen wir den Anblick auf die Wasserterrasse eines Restaurants. An der Hafenspitze befinden sich insgesamt zehn Bänke und drei Doppelbänke in kurzen Abständen zueinander. Dazu gibt es auf dem Spielplatz noch sieben Sitzgelegenheiten.
Von hier aus starten etliche Stadtrundgänge: „StadtRundUm Ost", „StadtRundUm West" sowie der Rundgang „Der Kapitänsweg". ln unmittelbarer Umgebung befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der Fischereihafen, der Salondampfer Alexandra und das Schifffahrtsmuseum.

Weitere Informationen zur Station Hafenspitze Flensburg

Weg zum Fischereihafen

Vom Spielplatz an der Hafenspitze gehen wir rechts in Richtung Norden. Der Weg besteht aus Pflastersteinen und ist ein kombinierter Fahrradweg (rechte Spur) und Fußgängerweg (linke Spur). Nach ca. 45 Metern kommen wir rechts an der Gaststätte Heimathafen mit einer großen Wasserterrasse zur linken Seite vorbei. Gleich dahinter befindet sich auf der rechten Seite die Strandbar Flensburger Beach. Dort befindet sich ein künstlicher Sandstrand ausgestattet mit Tischen und Stühlen, Bänken und einer Bar. Alles befindet sich unter freiem Himmel und ausschließlich in der Saison von Anfang April bis zum 03. Oktober.Nach rund 100 Metern kommt auf der linken Seite eine Holzplattform, die mal als Bühne diente und auf der rechten Seite eine aus drei Stufen bestehende Sitztreppe aus Stein mit einer Gesamtlänge von ca. 25 Metern, die mal als Tribüne gedacht war. Links und rechts von dieser Steinsitztreppe ist je eine Sitzbank, die zum Verweilen einlädt. Mittig von der Holzplattform gehen wir ca. 10 Meter weiter nördlich und kommen links zu einer Plattform, die man über eine Treppe und zugleich über eine Rampe für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen erreichen kann.Weitere rund 35 Meter nördlich kommt das Café & Bistro BackBord mit einer weiteren Wasserterrasse zur linken Seite. Hier teilt sich der Fahrrad- und Fußgängerweg. Links der Fußweg mit einer Breite von ca. 2,5 Metern, rechts der Fahrradweg mit einer Breite von ca. 3 Metern. Wir gehen weiter und kommen nach rund 60 Metern an zwei Holzbänken. Gegenüber den Bänken befindet sich eine kostenpflichtige Fahrradverleihstation. Wir gehen weiter und kommen nach ca. 18 Metern links an einen Pfahl, wo man den Seemannsknoten Schotstek üben kann. Nach weiteren 32 Metern kommt die erste Informationstafel mit der Überschrift: „Die Küstenfischerei“ von unseren Stadtrundgang ,,StadtRundUm Ost". Links neben der lnformationstafel geht es zum *Fischereihafen. Die Flensburger Fischer, die sich in einen Verein organisiert haben, gehen dort noch immer nebenberuflich ihrem Handwerk nach. So wie einst hängen die Netze und Reusen der Fischer an den Trockengerüsten zum trocknen und ausbessern.   

* Links neben dem Fischereihafen wird zur Zeit ein Öffentliches WC gebaut. (Stand März 2018)

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine, Gehwegplatten

Gesamtlänge des Weges: 285 m

02

Informationstafel -Küstenfischerei-

Küstenfischerei
Von Fischen und Fischern an der Flensburger Förde

In Flensburg hat die Küstenfischerei eine lange Tradition. Die Fischersiedlung Sankt Johannis an der damaligen Fördespitze ist 900 Jahre alt. Vor 250 Jahren siedelten Fischerfamilien entlang der Sankt Jürgen Straße im sogenannten Gängeviertel. Hier gründete sich 1872 auch der Flensburger Fischereiverein, in dem noch heute 50 gewerbliche Küstenfischer organisiert sind. Die Boote der Küstenfischer und -schiffer lagen schon früher am Ostufer des Hafenbeckens.
Während der kalten Jahreszeit werden die frisch gefangenen Fische jeden Sonntagmorgen hier direkt vom Boot aus verkauft. In der Förde fischt man vor allem Hering, Dorsch, Flunder (Stuffbutt), Goldbutt (Scholle), Steinbutt, Aalmutter, Aal, und Meerforelle. Seltener gehen Köhler (Seelachs), Lachs, Hornhecht und Makrele ins Netz oder an den Haken. Dabei hat jeder Fisch seine eigene Saison und erfordert eine spezielle Fangmethode:
In Stellnetzen lassen sich gut Dorsch, Hering und Butt fangen. Aale können sowohl mit Reusen und Bundgarn als auch mit der Bootswade oder der Langleine – mit Tobiasfischen als Köder – gefangen werden. An den Standorten der Netze warnen kleine Bojen (Stöder) die Segler: Ein roter Wimpel zeigt Stellnetze an. Durch selektive Fischerei wird der Fischbestand geschont. So lassen beispielsweise größere Maschen Jungfische durchschlüpfen. Fangquoten tun ein Übriges zum Erhalt unserer Fischarten.


Auf der linken Seite sind Bilder gezeigt das obere zeigt die Zugfischerei.
Untertitel des Bildes:
In der Zugfischerei wird die Wade eingesetzt. Dieses Netz, im Bogen ausgelegt, wird gleich danach wieder zusammengezogen und eingeholt.

Darunter ist eine Zeichnung einer Reusenart.
Der Titel dieses Bildes:
Das Bundgarn ist eine Form der Großreuse und dient im flachen Wasser zur stillen Fischerei von Heringen, Aalen und Dorschen.
Auf der rechten Seite geht es Hauptsächlich um die Fischarten und um noch eine Art des Fischfangs.

Das oberste Bild zeigt den Goldbutt. Der Goldbutt ist ein typischer Plattfisch, er wird 25 bis 40 Zentimeter lang.

Als nächstes ist der Dorsch abgebildet. Der Dorsch ist ein Grundfisch und kann bis 120 Zentimeter groß werden.

Jetzt ist die nächste Art des Fischfangs zu sehen ein, Stellnetz.
Stellnetze sind oben mit Schwimmern und unten mit Gewichten versehen und stehen dadurch senkrecht im Wasser.

Nun kommt der nächste Fisch, die Makrele.
Makrelen kommen zum ablaichen in die Förde, sie werden hier bis zu 50 Zentimeter groß.

Als letztes wird der weibliche Aal vorgestellt.
Weibliche Aale können bis 150 Zentimeter lang werden.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Küstenfischerei-

Weg zum Volkspark

Der Volkspark entstand als öffentlicher Park ab 1925 als Nachfolgepark des alten Mürwiker Parks von 1641 auf dem Bohlberg und dem Blasberg. Im Volkspark befinden sich: Spiel- und Sportflächen, Wanderwege, Radwege, Rasenflächen zum Toben und Picknicken. Naherholung und sportliche Betätigung stehen im Volkspark im Vordergrund. Also machen wir uns auf den Weg.Wir gehen weiter von der lnformationstafel mit der Überschrift: „Die Küstenfischerei" am Hafenrand in Richtung Norden und kommen nach ca. 25 Metern links an zwei Pfähle vorbei, wo man die Seemannsknoten Palstek und den Kreuzknoten üben kann. Nach weiteren 7 Metern kommen wir an das Fischereimuseum. Dort gibt es Sehenswertes, wie beispielsweise ein Aquarium und historisches Fangwerkzeug der Fischer. Von hier aus, ca. 95 Meter weiter nördlich, kommen Fuß- und Radweg wieder zusammen. Nach weiteren rund 85 Metern kommen wir an die Straße Hafendamm und nach ca. 65 Metern weiter nördlich an eine Ampel. Wir überqueren die Kreuzung ca. 30 Meter und stehen nun unten an der Straße Am Lautrupsbach. Wir gehen die steile Straße hinauf bis wir nach ca. 47 Metern links einen Sandparkplatz erblicken. Wir überqueren die Straße und gehen am Parkplatz entlang. Nach ca. 50 Metern kommt links durch die Hecke ein Trampelpfad. Hier gehen wir rund 7 Meter entlang und kommen zu einer Treppe die zum Volkspark führt. Diese gehen wir hinauf und oben angekommen, gehen wir ca. 150 Meter nach links, wo sich eine weitere Treppe mit 58 Stufen befindet. Die Treppen sind aus Stein und Holz. Die Stufen sind mit Sand und Steinen aufgefüllt, dadurch ist alles sehr uneben. Beide Treppen sind mit Holzgeländern ausgestattet. Nach ca. 11 Metern oben links kommen wir zur zweiten lnformationstafel mit der Überschrift: ,,Flensburg im Wandel". Links von der lnformationstafel hat man von der Aussichtsplattform einen herrlichen Ausblick über den Hafen und der Flensburger Förde. Hier steht auch eine Sitzbank zum Ausruhen.

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine, Gehwegplatten, Treppen, Sandweg

Gesamtlänge des Weges: 740 Meter

03

Informationstafel -Flensburg im Wandel-

Flensburg im Wandel
Eine Zeitreise durch die Stadtgeschichte

Sie schauen auf die Westseite des Flensburger Hafens und die Altstadt, vom Stadtteil Rude (links) bis zur Neustadt (rechts). Dort wo jetzt eine relativ dichte Bebauung überwiegt, waren bis Ende des 16. Jahrhunderts (die alte Stadtansicht ist aus dem Jahre 1588) noch Wald beziehungsweise landwirtschaftlich genutzte Flächen oder Brachen. Mühlen, wie die Boreasmühle (erbaut um 1750 am heutigen Standort des Museums), gab es noch nicht. Von einigen historischen Anlagen zeugen heute nur Namen, so von der Duburg, nach der das Stadtviertel auf der Westseite der Förde, nördlich (rechts) der Marienkirche benannt ist. Es wurde erst 1875 eingemeindet. Der Abriss der Duburg begann 1719. Die großen Kirchen wie die Johanniskirche jedoch sind noch heute erhalten- wenn auch nicht in ihrer ursprünglichen Gestalt. So ist die vor 1400 erbaute Nikolaikirche, wie sie heute steht, nach einem Brand verändert worden. Die Marienkirche, erbaut 1284, erhielt erst 1878 bis1880 ihren heutigen Turm. Links (südlich) der Heilig-Geist-Kirche stand das erste, 1445 erbaute Rathaus, in dem Jahrhunderte lang Theateraufführungen stattfanden. Auch die Lage der Hafenspitze hat sich verändert. Da, wo Sie heute trockenen Fußes zum Deutschen Haus flanieren, befand sich bis 1900 die langsam verlandende Südspitze des Hafens, die bis zum Carlisle-Park vor dem Bahnhof reichte. Von 1883 bis 1900 wurde die alte Hafenspitze verfüllt. Blicken sie geradeaus, sehen Sie die fünf Neubauten auf der Hafenostseite, Werftkontor genannt. Sie bieten attraktiven Wohnraum mit Hafenblick. Rechts daneben zeugen die in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gebauten, bis zu 6-stöckigen Getreidespeicher und Silos vom Handel, der den Hafen lange prägte. So blicken Sie aus der Gegenwart auf eine Vielzahl von Zeugnissen vergangener Jahrhunderte - vielleicht ist das der Beginn Ihrer individuellen Zeitreise, zu der Sie spannende Lektüre in der Touristinfo am ZOB finden.

Für Blinde wie Sehende erlauben zwei Blindentafeln gleich neben dieser Infotafel das Erfassen von Informationen. Weitere Blindentafeln stehen an der Hafenspitze und auf dem Schlosswall. Versuchen Sie mal, die Infos auf den Blindentafeln zu ertasten!

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Flensburg im Wandel-

Weg zum Lautrupsbach

Links von uns steht die zweite lnformationstafel ,,Flensburg im Wandel". Von hier aus gehen wir ca. 40 Meter geradeaus über die Wiese in Richtung Osten bis zu einem Sandweg. Links sehen wir einen Spielplatz. Nun gehen wir rechts den Sandweg ca. 200 Meter entlang, wo sich auf der linken Seite Schrebergärten befinden, und gehen weitere rund 10 Meter über den Rasen, wo wir zu einer weiteren Aussichtsplattform mit einer Sitzbank, einem Tisch sowie fünf Hockern gelangen. Tisch und Hocker sind aus Stein.

Wir gehen zurück zu dem Sandweg und gehen nach rechts. Unterwegs kommen wir an einer Abzweigung. Von dort gehen wir geradeaus und kommen nach ca. 110 Metern zu einer Treppe. 

Die Treppe ist aus Granitsteinen mit einem Eisengeländer und hat nur wenige Stufen. Nach wenigen Metern kommen wir wieder zu einer kleinen Treppe. 

Wir kommen nach ca. 100 Metern unten an eine Straße. Die Treppe hat einen Zickzackverlauf und auf halber Höhe steht eine Bank. Wir überqueren die Straße und nach ca. 10 Metern kommt wieder eine Treppe. Diese ist aus Beton mit Eisengeländer, hat 30 Stufen und ist ca. 15 Meter lang. Wir gehen hinunter und sind nun im Lautrupstal.

Wir stehen auf einen Sandweg und vor uns fliest der Lautrupsbach.

Den Namen bekam der Bach von Christian Lautrup im Jahre 1898. Christian Lautrup besaß eine Wassermühle im Stadtteil St. Jürgen. Ursprünglich führte der obere Lautrupsweg von der Ballastbrücke an der Wassermühle vorbei durch das Tal.

Wir gehen ca. 60 Meter nach links und kommen zur dritten lnformationstafel mit der Überschrift: ,,Das Lautrupstal". Rechts daneben befindet sich eine Sitzbank.

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine, Gehwegplatten, Treppen, Sandweg, über Wiesen

Gesamtlänge des Weges: 545 Meter

04

Informationstafel -Das Lautrupstal-

Das Lautrupsbachtal
Ein renaturierter Lebensraum

Die Südspitze der Flensburger Förde umgeben 40 Meter hohe, steile Seitenmoränen, die von mehreren tiefen Kerben eingeschnitten werden. In den östlichen Fördehang hat sich unter anderem der Lautrupsbach eingearbeitet. Die abtragende Kraft des Wassers transportierte stetig Bodenmaterial hang abwärts und schuf mit der Zeit eines der markantesten Kerbtäler Flensburgs. Heute durchfließt der Lautrupsbach auf etwa 2 Kilometer Länge einen 50 bis 60 Meter breiten bis zu 10 Meter tief eingeschnittenen Talraum mit einem Höhenunterschied in Längsrichtung von etwa 25 Meter . Nachts fließt hier Kaltluft von den Moränenhöhen und versorgt die Innenstadt mit Frischluft.
Wie in vielen Bachtälern verlaufen auch im Lautrupsbachtal Verkehrswege – von 1881 bis zum Bau der Nordstraße 1953 waren es bis zu 3 Bahnlinien. Der Bach selbst diente zur Erzeugung von Wasserkraft und als Klärwerksvorfluter.
Sein Unterlauf wurde begradigt und lange Abschnitte, zum Beispiel der Mündungsbereich, verrohrt und überbaut. Seit den 1980er Jahren wurde dem Lautrupsbach wieder verstärkt freier Lauf gelassen. 1989-1995 erfolgte zwischen der Mündung und Bismarckstraße eine Entrohrung und Entfernung von Schmutzwasserzuflüssen. Ein zugeschütteter Bahntunnel wurde für den Bach und einen Wanderweg aufgegraben. Östlich der Bismarckbrücke folgten ein naturales Bachbett mit Regenrückhalteflächen sowie Wege und Grünflächen.
Als ökologischer Ausgleich für die Osttangente entstanden 2006 eine neue Unterquerung der Nordstraße und ein durch Mäander verlängerter naturnaher Bachverlauf. Feuchtflächen mit Röhricht und Sumpfdotterblumen ergänzen die neuen Lebensräume.
Heute wandern aus der Förde wieder Heringe zum Laichen bachaufwärts.

Zwei Bilder zeigen den Eisvogel und die Wasseramsel.
Der Eisvogel und die Wasseramsel kehrten zurück. Diese Tiere dokumentieren die gestiegene ökologische Funktion dieses Bachtals.

Unten sind Blumenabbildungen und ein Grasfrosch zu sehen. Angeordnet sind die Blumen von rechts nach links: 1. die Sumpf-Dotterblume, 2. das Sumpf-Vergissmeinnicht, 3. der Sumpf-Storchenschnabel, 4. der Blut-Weiderich und zuletzt die Wasser-Schwertlilie.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Das Lautrupstal-

Weg durch das Lautrupsbachtal

Wir gehen von der dritten lnformationstafel mit der Überschrift: ,,Das Lautrupstal" ca. 340 Meter am Bach entlang. Links befindet sich ein Hang und rechts verläuft der Lautrupsbach. Der Bach entsteht durch die zwei Zuläufe Taerbek und Adelbybek. Der Zusammenfluss liegt auf dem Friedhof Adelby. Das mittlere Lautrupsbachtal mit ihrer muldenförmigen landschaftlichen Eigenart wird heute überspannt durch das besondere architektonische Bauwerk der Talbrücke für die Osttangente. Das untere Lautrupsbachtal liegt in einem keilförmigen Einschnitt des Fördehanges. Dieser markante Einschnitt trennt die heutigen Ortsteile Jürgensby und Fruerlund /Bohlberg/Volkspark. Beim Zugang zum Mühlenholz finden wir eine weitere lnformationstafel, die uns über die Verkehrs-Trassen im LautrupsbachtaI informiert.

Bodenbeschaffenheit

Sandweg

Gesamtlänge des Weges: 340 Meter

05

Informationstafel -Verkehrs-Trassen im Lautrupstal-

Verkehrs-Trassen im Lautrupsbachtal
Von den Flensburger Kreisbahnen zur Nordstraße

Als Vorgänger der Norstraße nutzten bis 1953 mehrere Schienentrassen das Lautrupsbachtal: Die Flensburger Kreisbahnen und die Kieler Eisenbahn.

Die Flensburger Kreisbahn – eröffnet 1885 – war als erste Kleinbahn Preußens richtungweisend für die Entwicklung des deutschen Kleinbahnwesens. Die 52 Kilometer lange Bahnlinie zwischen Flensburg und Kappeln wurde für den Personenverkehr und den Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse angelegt.
Die Gleise der Schmalspurbahn bogen vom Kieler Bahnhof in einer engen Kurve ins Lautrupsbachtal und überquerten auf einer 22 Meter langen Eisenträgerbrücke die Linie Kiel – Flensburg.

Ein Foto zeigt den Blick ins damalige Lautrupsbachtal (Quelle: Sammlung Gerhard Nowe)

Die Linienführung orientierte sich an vorhandenen Gasthöfen, so dass Gastwirte den Bahnhofsdienst übernehmen konnten.
Die Bahn verkehrte zunächst mit 5 dreiachsigen Lokomotiven, ganze 20 Kilometer pro Stunde schnell. Es gab täglich 8 Abfahrten aus Flensburg. 1913 beförderte die Linie Flensburg – Kappeln 428.449 Personen, 33.429 Tiere und 67.212 Tonnen Güter.

Nach diesem Erfolgsrezept bekam die Kreisbahn 1902 eine 44 Kilometer lange Südstrecke bis Rundhof. Gegenüber dem Bahnhof Fruerlund lag die Fruerlundmühle (1800 – 1912).
Die Nordstrecke wurde 1925 bis Glücksburg elektrifiziert. Hier versahen bis 1934 Straßenbahnen den Personalverkehr.
Trotz mehrfacher Erneuerungen nutzten die Gleise der Kreisbahn mit der Zeit ab und wurden während der Kriegs- und Inflationsjahre vernachlässigt. Der Gütertransport ging zurück, und den Personenverkehr übernahmen Omnibusse auf der Landstraße.
So wurden 1938 die Südstrecke und 1953 die Nordstrecke wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten eingestellt. Die Kieler Bahnstrecke durch das Lautrupsbachtal wurde 1927 mit dem Bau des neuen Hauptbahnhofs abgebaut.
Die Nordstraße wurde am 26.3.1954 eröffnet. Sie orientiert sich in ihrem Verlauf an der nördlichen Kreisbahntrasse.

Ein Foto zeigt eine Karte des Lautrupbachtals von 1912 mit den Streckenverläufen der Kieler Bahn, der Kleinbahn Hürup – Satrup – Rundhof (1901 – 1938) und Glücksburg – Gelting – Kappeln (1885 – 1953) und den Hinweisen zum Lautrupsweg, der Bachstraße, Mühlenholz und der Fruerlundmühle.
Ein weiteres Foto zeigt den Kreisbahnhof (Quelle: Sammlung Gerhard Nowe)

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Verkehrs-Trassen im Lautrupstal-

Weg zur Bachstraße

Von der lnformationstafel mit der Überschrift: „Verkehrs-Trassen im Lautrupsbachtal“ gehen wir den sandigen, aufsteigenden Weg ca. 95 Meter nach oben und kommen zur Straße Mühlenholz. Da wir zu einer Ampel die ca. 60 Meter entfernt ist möchten, halten wir uns links und gehen den Mühlenholz hinunter um  zu der Kreuzung zu gelangen. Rechts verläuft die Mürwiker Straße, links die Bismarckstraße. Wir gehen nach links an die Ampel. Wir gehen ca. 15 Meter auf die andere Straßenseite und dann links weiter. Wir gehen nun ca. 110 Meter bis zur Bismarcktreppe, die sich zu unserer rechten Seite befindet. Es handelt sich hier um eine Steintreppe mit beidseitigem Geländer. Nach der Treppe folgt ein mit Kopfstein gepflasterter Gehweg mit einem linksseitigen Geländer. Wir gehen die Treppe hinunter und kommen nach ca. 60 Metern zur Nordstraße. Wir biegen nach links ab, wo wir einen Sand- und Rasenweg entlang gehen. Auf der linken Seite des Weges befand sich hier in den 1950er-Jahren der Betriebshof der städtischen Stadtreinigung. Heute befinden sich hier mehrere Kleingärten. Nach ca. 130 Metern finden wir zu unserer rechten Seite die lnformationstafel mit der Überschrift: ,,Stadtreinigung – einst  und heute".

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine, Gehwegplatten, Treppe, Sandweg

Gesamtlänge des Weges: 470 Meter

06

Informationstafel -Stadtreinigung, einst und heute-

Stadtreinigung
Einst und heute

Am 14. November 1892 wurde in Flensburg mit der Müllabfuhr begonnen. Zu deren Aufgaben gehörte damals auch die Fäkalabfuhr in Wechseleimern, die vom Schokoladenwagen eingesammelt wurden. Hier in St. Jürgen und im Oluf-Samson-Gang machte er noch bis 1950 seine Runde. Im Jahre 1949 führte man die regelmäßige Abfuhr in den Stadtteilen nach einem festen Tourenplan ein. Die Abfälle auf Deponien in Kauslund, Harrislee und in der Husumer Straße abgelagert. Den Müllwerkern stellte man damals, bis auf eine Leinenschürze, noch keine Berufsbekleidung. 1952 wurde das letzte Pferdefuhrwerk außer Dienst gestellt. Die Müllabfuhr verfügte jetzt über 3 Lastwagen mit je 4 Mann Besatzung. Die Mülltonnen aus Zinkblech waren im gefüllten Zustand so schwer, dass je zwei Mann mit Schultergurten nötig waren, um sie zu tragen. Anfang der 60er Jahre zeigte Hans Müller aus Hamburg, wie ein Müllwerker die runden Tonnen durch Drehung befördern konnte. In den 70er Jahren wurde auf leichtere Kunststoffbehälter umgestellt. Bis Mitte der 60er Jahre setzte man die Mitarbeiter in Leerlaufzeiten noch zum Stalldienst in der Landwirtschaft ein.
Als 1965 die erste Sperrmüllabfuhr angekündigt war, standen die Straßen voll mit Sperrgut. Die Stadtreinigung hatte fast zwei Wochen zu tun um der Menge Herr zu werden!
Heute sorgen fünf Restmüll-, zwei Sperrmüll- und ein Bioabfallfahrzeug für die getrennte Einsammlung. Seit Sommer 1995 wird aus Bioabfällen wertvoller Kompost gewonnen, der zur Bodenverbesserung eingesetzt werden kann.


Auf der rechten Seite sind zwei Bilder der Stadtreinigung zu sehen, das erste ist aus dem Jahr 1897 und hat den Untertitel:
Zur Erinnerung an die Nacht-Collonne der Stadtreinigung zu Flensburg 1897

Unten ein Bild eines modernen Müllfahrzeugs. Titel des Bildes:
Heute helfen moderne Fahrzeuge bei der Einsammlung – hier der Bioabfälle.

Oben rechts eine Luftaufnahme des alten Betriebshofs der Stadtreinigung in Jürgensby. Es ist durch Nummerierte Punkte angezeigt wo sich was befindet.
Es gibt die Verwaltung (1), die Lagerräume (2), Garagen (3), Schreinerei (4), Streugut (5), Werkstatt (6), Waschplatz (7), Container (8), Mülltonnen (9), Meister (10), Sozialräume (11) und Wohnungen (12).

Unten Rechts ein zweispänniges Pferdefuhrwerk. Um 1920 wurden die vollen Abfallbehälter mit solchen Pferdefuhrwerken transportiert.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Stadtreinigung, einst und heute-

Weg zum Gängeviertel

Links von uns steht die lnformationstafel mit der Überschrift: ,,Stadtreinigung – einst  und heute". Wir gehen ca. 12 Meter gerade aus in die Bachstraße. Wir folgen dieser und kommen nach ca. 120 Metern an eine Kreuzung. Wir gehen nach rechts in die St. Jürgen-Straße. Nach ca. 118 Metern in der St. Jürgen-Straße kommt rechts der Lautrupgang. Wir gehen weiter geradeaus und nach insgesamt ca. 184 Metern in der St. Jürgen-Straße sind wir beim Medienhaus, dem sogenannten „Offener Kanal Flensburg“. Dieses Gebäude steht rechts von uns. Rechts runter geht der Oberer Lautrupweg. Links rüber geht es in die Jürgensgaarder Straße, wo auch die Sankt-Jürgen-Kirche steht.

Wir gehen weiter geradeaus und kommen nach insgesamt ca. 235 Metern in der St. Jürgen-Straße rechts an einen Spielplatz vorbei. Dort auf dem Spielplatz befinden sich zwei Bänke und man hat einen schönen Ausblick über Flensburg. Nach insgesamt ca. 340 Metern in der St. Jürgen-Straße beginnen ab der Hausnummer 75 die alten historischen Kapitänshäuser.

Nach insgesamt ca. 410 Metern bzw. 440 Metern gehen wir rechts vorbei den Wegen Pilkentafel und Schiffergang und kommen nach insgesamt ca. 457 Metern an einer Laterne mit dem Schild: ,,Zu den Häusern St. Jürgenstr. 53 + 55". Hier gehen wir rechts die zehn stufige Treppe runter. Unten steht die lnformationstafel mit der Überschrift: „Das Gängeviertel. Zwischen Pilkentafel und Steuermannsgang".

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine, Gehwegplatten, Sandweg, Treppe

Gesamtlänge des Weges: 457 Meter

07

Informationstafel -Das Gängeviertel-

Das Gängeviertel
Zwischen Pilkentafel und Steuermannsgang

Im Mittelalter zog sich hier der Weg von Flensburg zum Hospital von Sankt Jürgen empor, das zur Isolierung von Aussätzigen und Pestkranken diente. Vor etwa 250 Jahren wurden entlang der Straße die ersten Häuser errichtet, vor allem von Küstenkapitänen und Handwerkern. Da sich diese neue Siedlung außerhalb der Stadtmauern befand, mussten die Bewohner hier nicht die hohen Steuern der Stadt zahlen, sehr zum Ärgernis ihrer Zunftgenossen am anderen Fördeufer.

Rechts oben auf der Seite ist ein Kartenausschnitt. Dieser Ausschnitt aus der Kartierung des Flensburger Stadtfeldes von 1779 zeigt die Bebauung der Sankt Jürgen Straße; sogar die Pilkentafel ist verzeichnet.

Auch der Wirt vom Ratskeller beobachtete mit Neid die Konkurrenz in Sankt Jürgen. Ab 1602 erfreute sich dort das Gasthaus Pilkentafel nicht nur bei den Schiffern großer Beliebtheit. Hier amüsierten sich die Gäste bei einer art Billardspiel an einem langen Spieltisch, der sogenannten Beilkentaffel. Wahrscheinlich hatten Seefahrer das Spiel aus Hamburg oder Holland mitgebracht.
Das Haus lag bis 1870 direkt am Fördestrand und war bequem mit dem Boot zu erreichen.

Ein Bild mit der Ansicht des Gasthauses Pilkentafel um 1870, als das Grundstück noch bis an die Förde heranreichte.

Zwei Flensburger Fährleute verdienten sich ihren Lebensunterhalt damit, zwischen Schiffbrücke, Pilkentafel, Ballastbrücke und Kielseng hin und herzurudern. Ein lukratives Geschäft, wenn ihnen nicht die Schiffers- und Fischertöchter einen Strich durch die Rechnung machten. Indem sie die Fährkundschaft mit den Kähnen ihrer Väter übersetzten, verdienten sie sich ein Taschengeld. Dazu gingen sie sogar auf die Märkte und sprachen die Bauern an, um sie zur Pilkentafel zu bringen. Heute beherbergt die Pilkentafel eine über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Kleinkunstbühne gleichen Namens.

Unten rechts eine Zeichnung eines Typischen Kapitänshauses.
Titel: Bis heute erhalten: Typisches Kapitänshaus in der Sankt Jürgen Straße.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Das Gängeviertel-

Weg zur St. Jürgen-Treppe

Wir gehen von der lnformationstafel mit der Überschrift: „Das Gängeviertel. Zwischen Pilkentafel und Steuermannsgang“ die Treppe wieder hinauf und gehen dann nach rechts. Nach ca. 10 Metern kommen wir rechts an einen Brunnen vorbei. Dieser stellt eine Welle dar. Hier an Hausnummer 47 steht auch eine Sitzbank, eine lnformationstafel über Kapitänsweg und rechts geht es den Tötensgang runter. Wir gehen weiter die St. Jürgen-Straße runter und gehen nach ca.  60 Metern am Flatzbygang vorbei und kommen nach insgesamt rund 120 Metern an die kleine St. Jürgen-Treppe. Diese liegt auf der linken Seite. Wir gehen ca.75 Meter die Treppe hinauf und kommen zu einem Sandweg. Dies ist der Erlenweg. Links stehen zwei Bänke.

lm Rahmen einer Sanierung in den 1990er-Jahren wurde dieser Weg mit Gartenflächen und Ruheplätzen ergänzt. Der Erlenweg führt uns dann rechts ca. 75 Meter direkt zur St. Jürgen-Treppe. Genießen sie hier den einmaligen Blick auf die gesamte Hafen-Westseite. Wir gehen die St. Jürgen-Treppe fünf Stufen runter. Dann gehen wir links in die Grünanlage und kommen nach ca. 25 Metern an einer lnformationstafel über die St. Jürgen-Treppe.

Anmerkung: Die lnformationstafel ist im Sommer nicht einfach zu finden, da sie hinter grünen Büschen und Bäumen steht.

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine, Gehwegplatten, Treppen, Sandweg

Gesamtlänge des Weges: 340 Meter

08

Informationstafel -Die St. Jürgen-Treppe

St. Jürgen-Treppe
Vom Treppenwitz zur Stadtoase

Die Große St. Jürgen-Treppe mit ihren Aussichtsplattformen ist seit knapp einhundert Jahren eine wichtige Fußwegverbindung zwischen dem gleichnamigen Stadtteil und der Innenstadt. In den 70er Jahren wurde die Treppe beim Bau der Fernheizung im schmucklosen Stil dieser Zeit umgebaut. Die einst als Gärten genutzten Hangflächen, links und rechts der Treppe, verwilderten.
Anfang der 90er Jahre erkannte man die ökologische Bedeutung des Ensembles. Unter baubiologischen Gesichtspunkten wurden die Treppenanlage und die Hangflächen nach Plänen einer Architektenarbeitsgemeinschaft umgestaltet. Entstanden ist eine Stadtoase, die Naturschutz und Erholung in vorbildlicher Weise in Einklang bringt. Verschlungene Wege mit unterschiedlichen Bodenbelägen erschließen das Gelände. Verschiedene Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Mit Hilfe einer alten Chinesischen Lehre, der Geomantie, wurde das Gelände auf Erdstrahlen untersucht, die für zahlreiche Beschwerden und Krankheiten mitverantwortlich gemacht werden. Ruhezonen und Spielplätze konnten so außerhalb sogenannter Störzonen eingerichtet werden. Ein Tümpel ist mit Lehm statt mit Folie abgedichtet. Gesammeltes Regenwasser kann verdunsten oder versickern, statt im Abwasserkanal zu verschwinden. Wasser und Boden werden auch durch Verzicht auf Mineraldünger und Pestizide geschützt. Zur Bodenverbesserung dient Kompost. In lehmverfugten Mauern können Pflanzen wurzeln. Wildkräuter dürfen in vertretbarem Maße stehen bleiben. Eine bunte Wiese wird nur einmal im Jahr gemäht. Im Schatten von Laubbäumen gedeihen heimische Farne.
Alte Obstbäume erfreuen mit ihrer Blütenpracht nicht nur uns Menschen, auch Bienen und Hummeln finden hier reichlich Pollen und Nektar als Nahrung. Die reifen Früchte werden gerne von den Kindern geerntet und das Fallobst dient Igeln, Nagetieren und Pilzen als Nahrung.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Die St. Jürgen-Treppe

Weg zum Margarethenplatz

Wir gehen durch die Grünanlage die Treppen runter zur St. Jürgen-Treppe zurück. Nun nach links bis ans Ende der St. Jürgen-Treppe. Wir sind nun wieder in der St. Jürgen-Straße. Jetzt gehen wir nach links durch die Johannisstraße. Diese ist mit Kopfsteinen gepflastert. Nach ca. 100 Metern stehen wir rechts neben dem Margarethenplatz und links vor dem Eingang zum Margarethenhof. Dieser diente im 18. Jahrhundert als Adelssitz. Seinerzeit gehörte zu dem Margarethenhof auch ein recht groß angelegter Garten im Barockstil. Unter anderem befand sich hier im 19. Jahrhundert eine Eisengießerei und der Hof wurde zur Fabrikvilla umgebaut. Mittlerweile entstand um den Margarethenhof eine Wohnsiedlung.

lm Eingangsbereich des Margarethenhofs befindet sich links eine lnformationstafel über die Geschichte vom Margarethenhof und rechts eine lnformationstafel über die Wasserkraft auf dem Margarethenhof. Wir gehen nun in den Hof. Links befindet sich ein altertümlicher Brunnen und man hat einen guten Blick auf das Hauptgebäude vom Margarethenhof, welcher auf einen Hang gelegen ist.

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine, Gehwegplatten, Kopfsteinpflaster

Gesamtlänge des Weges: 100 Meter

09

Informationstafel -Wasserkraft auf dem Margarethenhof-

Wasserkraft auf dem Margarethenhof

Für die historische gewerbliche Nutzung des heutigen Margarethenhofs waren die dort naturbedingt sehr reichhaltig vorkommenden Quellen sehr wichtig. Wie entstanden sie? Wer nutzte sie wofür?

In der Weichseleiszeit wurden bis vor etwa 12 000 Jahren von Gletschern aus Skandinavien Sand, Kies, Ton und Schluff sowie Gesteinsbrocken transportiert und im norddeutschen Raum abgelagert. In diesen unterschiedlichen Materialien kann entweder das Regenwasser gut nach unten versickern (Sand und Kies) oder sie sind undurchlässig und stauen es (Ton und Schluff). Dort wo ein Hang eine Wasserstauende Schicht schneidet, tritt das Wasser als Quelle aus.

Ein typisches Merkmal in Flensburg sind artesische Quellen, deren Wasser unter Überdruck aus dem Erdboden tritt. Dazu kommt es, wenn eine Grundwasser leitende Schicht zwischen zwei undurchlässigen, muldenförmigen Schichten lagert und die Stelle des Grundwasseraustrittes tiefer liegt als der Grundwasserspiegel in der leitenden Schicht (vergleiche Abbildung 1).

Abbildung 1 Schaubild über die schematische Darstellung einer artesischen Quelle
(Quelle: de.wikipedia.org)

Solche Verhältnisse bestehen am Steilhang, an dessen Hangfuß der Margarethenhof liegt (vergleiche Abbildung 2).

Abbildung 2 Schaubild über die hydrogeologische Situation im Hangbereich beim Margarethenhof; (Quelle: Landesamt für Natur und Umwelt)

Fließende Gewässer sind in Flensburg nicht selten, aber schmal und kurz. Trotzdem wurden auf Flensburger Gebiet neben 30 Wind- immerhin 24 Wassermühlen nachgewiesen. Eine der ältesten Mühlen fand bereits 1128 Erwähnung. Sie stand and er Einmündung des Mühlenstroms in die Förde. Eine Wassermühle drehte sich auch auf dem Margarethenhof.

Bis 1761 war es keinem Besitzer des Hofes erlaubt, dort ein bürgerliches Gewerbe zu betreiben. Bis dahin wurde die Wasserkraft für den Eigenbedarf sowie für Gartenanlagen genutzt, wie es bei herrschaftlichen Sitzen üblich war. Erst Peter Holst durfte eine Seifensiederei einrichten, deren Rührkessel und Mahlsteine er mit Wasserkraft zu betreiben gedachte. Auch sein Bruder Matthias, Gründer einer Zuckerei (vergleiche nebenstehende Tafel) sowie deren Erben benutzten zum Stampfen und Pressen des Zuckerrohres mechanische Vorrichtungen, die neben Steinkohle und Torf wahrscheinlich mit Wasserkraft betrieben wurden.

Ein Photo zeigt den heutigen Brunnen vor dem Margarethenhof

Thomas Englisch kaufte 1829 den Zuckerhof. Er nutzte eine direkt nordöstlich des Hauses entspringende Quelle zum Antrieb einer 5-PS-Turbine für seine Schleiferei und Dreherei sowie für ein Gebläse seiner Eisengießerei (Abbildung 3)

Abbildung 3 zeigt ein Photo des damaligen Margarethenhofs, welches mit seinem Gartengrundstück direkt am Wasser lag. Hinter einem Nebenhaus befanden sich Staubecken und Wasserrad. Im Flachdachgebäude vorn stand die Turbine Th. Englischs (Quelle: Flensburg in Bild und Wort)

1839 kam die Tuchwalkerei und Färberei des Kaufmanns Dietrichsen dazu. Im Wechsel mit der Turbine der Eisengießerei wurde ein bis 1912 vorhandenes 26 Fuß großes Wasserrad bewegt. Anschließend floss das Wasser in den nur 50 Schritt entfernten Hafen!

Ab 1842 übernahm NIkolaus Jepsen den Hof und baute ihn aus. In der bis nach Schweden und Preußen exportierenden Eisengießerei lieferte eine Wassertubine mit vorgelartem Teich die Kraft für das Gebläse. Wurde nicht gegossen, trieb die Turbine Schleifsteine und Drehbänke an. Bald reichte die Turbine nicht mehr. Jepsen kaufte eine Lokomobile (bewegliche Dampfmaschine) für das Gebläse. Nun konnte die Wasserturbine durchgehend die Drehbänke am Laufen halten.

Neben der Wasserkraft wurde ab 1861 einige Jahre auch eine Windmühle eingesetzt, die auf dem Dach der Gießerei stand. Sie trieb die Kohlenmühle an, mit der man Kohlepulver für die Sandformerei herstellte. Mit Kohle betriebene Dampfmaschinen lösten die Wasserkraft ab.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Wasserkraft auf dem Margarethenhof-

Weg zur St. Johannis-Kirche

Wir gehen aus dem Margarethenhof zurück auf die Johannisstraße und stehen vor dem Margarethenplatz. Hier gibt es eine kleine Grünanlage mit drei Bänken. Wir gehen weiter nach links durch die Johannisstraße. Nach ca. 155 Metern kommen wir rechts an der Augustastraße vorbei. Nach insgesamt ca. 210 Metern liegt rechts der Weg Plankemai und nach insgesamt ca. 310 Metern kommen wir zur Straße Am Dammhof. Wir biegen rechts in den Dammhof ein und gelangen so nach ca. 100 Metern zur St. Johannis-Kirche. Direkt am Kirchhof erhalten wir durch die lnformationstafel mit der Überschrift: „Die St. Johannis-Kirche“ wissenswertes über die Kirche und die ehemalige Siedlung der Fischer.

Bodenbeschaffenheit

Kopfsteinpflaster, Gehwegplatten

Gesamtlänge des Weges: 410 Meter

Weg zum sogenannten Mauseloch

Wir gehen von der lnformationstafel mit der Überschrift: „Die St. Johannis-Kirche“ ca. 55 Meter weiter an der Kirche vorbei in die Süderfischerstraße. Wir gehen jetzt ca. 90 Meter nach rechts bis sich die Straße teilt. Rechts geht es in den Plankemai und nach links in die Karlstraße. Wir gehen durch die Karlstraße. Nach ca. 60 Metern links befindet sich ein Parkplatz und nach insgesamt ca. 115 Metern geht es links zum sogenannten Mauseloch. Die Bezeichnung Mauseloch ist der Spitzname für die Fußgängerunterführung unter dem Bahndamm in Flensburg, die uns zum Zentralen Omnibusbahnhof (kurz ZOB)  führt. Das Mauseloch wurde vor einiger Zeit im Zuge der Stadtverschönerung saniert und von einem Graffiti-Künstler mit – zum Namen passenden –  Motiven versehen. Dann nach etwa 7 Metern auf der linken Seite befindet sich die lnformationstafel mit der Überschrift: „Ein Bahnhof wird zum ersten ZOB".

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine, Gehwegplatten, Kopfsteinpflaster

Gesamtlänge des Weges: 320 Meter

10

Informationstafel -Ein Bahnhof wird zum Zob-

Ein Bahnhof wird zum ersten ZOB

Flensburgs erster Busbahnhof befand sich nicht hier an dieser Stelle, sondern beim Gasthof von Lorenz Goldt in der Roten Straße 18/20. Dort wird um das Jahr 1900 der Motorwagen von Martin Andresen und F.H. Lüers stationiert. Ihrer Omnibusgesellschaft mit Linienverkehr nach Wassersleben, Stenderupau und Satrup ist jedoch nur ein kurzer Erfolg beschieden. Erst als 1924 die Firma von Alfons Gorzelniaski und ein Jahr später die Allgemeine Flensburger Autobusgesellschaft (AFAG) gegründet werden, beginnt die Ära des Omnibusverkehrs.

Nach Fertigstellung des neuen Hauptbahnhofes verliert der Preußische Staatsbahnhof seine Funktion. Am 31.12.1931 wird das neugotische Gebäude aus dem Jahre 1885 nach mehrjähriger Umbauphase als der erste Zentrale Omnibus Bahnhof Deutschland eingeweiht. Das Kürzel ZOB, das heute überall im Land gebräuchlich ist wurde also hier in Flensburg geprägt!

Innerhalb Flensburgs verkehrt seit 1881 die Pferdebahn, die 1907 von der elektrischen Straßenbahn abgelöst wird. Die Fahrgäste kommen mit dem Bus vom Umland in die Stadt und können am ZOB in die Straßenbahnlinie 2 in Richtung Duburg umsteigen.

Ein Foto zeigt den ZOB als Verkehrsknotenpunkt von Omnibussen und Straßenbahn, im Hintergrund verlaufen noch die alten Eisenbahngleise.

3 kleinere Fotos
zeigen 1. einen Mercedes-PKW, der mit neuer Karosserie auf 14 Sitzplätze umgebaut wurde und 1924 als erster Omnibus der Firma Alfons Gorzelniaski fuhr.
2. Den ersten Omnibus, den die Stadt Flensburg 1928 kaufte und der zur dänischen Grenze und zurück fuhr und
3. Der Auszug aus einem Fahrplanheft vom Sommer 1938, der in den ersten Jahren nach Eröffnung des ZOB´s einen vorbildlichen Service anbot.

Weitere Informationen zur Station Informationstafel -Ein Bahnhof wird zum Zob-

Weg zur Hafenspitze

Von der lnformationstafel mit der Überschrift: „Ein Bahnhof wird zum ersten ZOB" gehen wir den Süderhofenden in Richtung Norden. Der Zentrale Omnibusbahnhof (kurz ZOB) liegt auf der linken Seite. Nach ca. 180 Metern kommen wir an eine Ampel. Hier überqueren wir die Straße und gehen erst ca. 10 Meter nach rechts, dann nach links bis zur Hafenspitze. Hier endet unser Rundgang „StadtRundUm Ost". Hier genießen wir einen direkten Ausblick auf den Hafen und der Marina, wo Anlegestellen für Segelschiffe und Motorboote sich befinden.

Bodenbeschaffenheit

Gehwegplatten, Sandweg

Gesamtlänge des Weges: 250 Meter

Rundgänge

Foto Stolpersteine

Ein Mensch ist vergessen, wenn sein Name vergessen ist...

Erfahren Sie mehr...

Foto Schloß Glücksburg

Erleben Sie eine kulturelle Zeitreise durch den Kreis...

Erfahren Sie mehr...

Energie-Sparbuch - Möglichkeiten zm Energiesparen

Möglichkeiten zm Energiesparen

Erfahren Sie mehr...

Sozialpassausgabe

Zur Ausgabe des Sozialpasses für die Stadt Flensburg und Umland

Erfahren Sie mehr...

Suche nach Beiträgen

Beiträge suchen

Ideen für einen Rundgang?

Sie kennen schöne Rundgänge oder Strecken in Ihrem Kreis oder Ort die sich lohnen gesehen zu werden? Schöne Stadtrundgänge oder herrliche Naturwege? Und die noch nicht in unserer Datenbank vorhanden sind? 

Dann nehmen Sie doch mit uns Kontakt auf und teilen uns Ihre Vorschläge mit.

Neueste Artikel

19
Nov
2018
Santas Fun Run and Walk
Fröhlicher Adventslauf für den guten Zweck, Start: Willy-Brandt-Platz, Flensburg 09.12.2018 14:00 Uhr
14
Nov
2018
Märchenweihnacht auf Schloss Glüc...
01.12.2018 - 23.12.2018 11:00 Uhr: Ein romantischer Weihnachtsarkt, aufgebaut im leuchtenden Schlosshof von festlich...
12
Nov
2018
Flensburger Weihnachtsmarkt
Adventszauber mit skandinavischem Flair Hygge, Herz & Lichterglanz
05
Nov
2018
Sprechstunden des Behindertenbeau...
Der Behindertenbeauftragte der Stadt Flensburg bietet diesen Monat seine Sprechstunden an den Montagen 12. November und...

Neueste Einrichtungen

Edeka Berger
Werftstraße 29 | 24939 Flensburg
Telefon: 0461 - 50 08 09 00
Kulturhof Flensburg e.V.
Große Straße 42-44 | 24937 Flensburg
Flensburger Fischkate
Fördestraße 65 | 24944 Flensburg
Telefon: 0461 - 99 93 67 36
Reisebüro Sonnenklar
Fördestraße 74 | 24944 Flensburg
Telefon: 0461 - 14 50 78 40
Sky-Supermarkt
Marrensdamm 7 | 24944 Flensburg
Telefon: 0461 - 1 68 30 90