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Flensburg Mobil

Ein Projekt der bequa Flensburg Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH

Schiffbrücke 43-45
24939 Flensburg

Telefon: +49 461 - 1 503-0
Telefax: +49 461 - 1 503-100

URI: https://www.flensburg-mobil.de/

Rundgänge

Auf der folgenden Unterseite finden Sie Rundgänge mit ihren einzelnen Stationen, die Ihnen Sehenswertes aus der Region näherbringen wollen.

Zum Teil werden diese von unseren Touristikpartnern in Form von Flyern oder herunterzuladenden Dokumenten angeboten.

Wir haben die Beschreibung der beinhalteten Stationen durch Hördateien (zum Anhören oder zum Herunterladen) ergänzt und bieten Ihnen Informationsmöglichkeiten zur Zugänglichkeit und zur Wegbeschaffenheit.

Ein weiteres Angebot sind von uns selbst gestaltete Rundgänge, die den Anspruch von Barrierearmut erfüllen.

StadtRundUm West Flensburg

Gesamtlänge des Rundgangs: 4,6 Kilometer
Zeitdauer: 1,32 Stunden

Das StadtRundUm West zeigt uns Flensburgs schönste Seiten. Der Rundweg "West" führt uns durch romantische Gassen, vorbei an faszinierenden Altbaufassaden, über steile Treppen, zu fantastischen Aussichten Flensburgs, durch Parks, Gärten, über alte Friedhöfe und begrünte Höfe.

Quelle: www.flensburg.de

Übersicht aller Anlaufstellen

  1. Hinweis
  2. Hafenspitze Flensburg
  3. Weg zur Schiffbrücke
  4. Informationstafel -Bohrmuscheln-
  5. Informationstafel -Quallen-
  6. Weg zum Museumshafen
  7. Informationstafel -Schiffe, Menschen und die See-
  8. Informationstafel -Seefahrt einst und jetzt-
  9. Weg zum Schlosswall
  10. Informationstafel -Flensburg on the Rocks-
  11. Weg zum Rummelgang und Toosbüystraße
  12. Informationstafel -Der Rummelgang-
  13. Informationstafel -Grüne Wände-
  14. Informationstafel -Das Flensburger Windsystem-
  15. Weg zum Stadtpark
  16. Informationstafel -Der Stadtpark-
  17. Weg zum Christiansenpark
  18. Informationstafel -Die Flechten-
  19. Informationstafel -Die Fledermäuse-
  20. Informationstafel -Der Christiansenpark-
  21. Weg zur Stuhrsallee
  22. Informationstafel -Der Straßenbaum-
  23. Informationstafel -Die Ulmenkrankheit-
  24. Weg zur Speicherlinie
  25. Informationstafel -Die neue Speicherlinie-
  26. Weg zur Hafenspitze

Hinweis

Zahlreiche Informationstafeln am Wegesrand informieren nicht nur über Umweltthemen sondern auch über Geschichte, Entstehung und viele Besonderheiten der alten Hafen – und Seefahrerstadt.

Ein Eichhörnchen mit Namen Kekki begleitet uns in allen Informationstexten.

 

Kontaktinformationen

Hafenspitze
24937 Flensburg

Hafenspitze Flensburg

Flensburg ist die größte Stadt im deutsch-dänischen Grenzgebiet und liegt nur wenige Kilometer südlich von Dänemark. Flensburg wird auch als Tor zum Norden bezeichnet.
Die Flensburger Förde hat eine Länge von etwa 42 Kilometer und endet im Flensburger Hafen an der sogenannten Hafenspitze, ein bei gutem Wetter beliebter Treffpunkt bei Jung und Alt.
Hier haben wir einen direkten Ausblick auf den Hafen und der Marina mit zahlreichen Anlegestellen für Segelschiffe und Motorboote. Zudem genießen wir den Anblick auf die Wasserterrasse eines Restaurants. An der Hafenspitze befinden sich insgesamt zehn Bänke und drei Doppelbänke in kurzen Abständen zueinander. Dazu gibt es auf dem Spielplatz noch sieben Sitzgelegenheiten.
Von hier aus starten etliche Stadtrundgänge: „StadtRundUm Ost", „StadtRundUm West" sowie der Rundgang „Der Kapitänsweg". ln unmittelbarer Umgebung befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel der Fischereihafen, der Salondampfer Alexandra und das Schifffahrtsmuseum.

Weg zur Schiffbrücke

Vom Sandplatz an der Hafenspitze gehen wir in Richtung Hafenwestseite.

Wir kommen an im Wasser stehenden Holzpflöcken vorbei und nach ca. 20 Metern an einem großen Findling. Nach ca. 65 Metern erreichen wir den Steg für historische Yachten und rechts davon befinden sich gelbe Holzschuppen. Einige Meter weiter kommen wir an die Fördebrücke von der Förderundfahrten und Linienschiffe nach Glücksburg, Langballigau sowie nach Dänemark starten.

Hier steht das Kartenvorverkaufshäuschen und gegenüber befindet sich die erste lnformationstafel mit der Überschrift: „StadtRundUm West“. Hier erfahren wir wissenswertes über Bohrmuscheln und Quallen. Hier befindet sich eine weitere Anlegebrücke, wo wir den historischen Salondampfer Alexandra bestaunen können.

Der ganze Weg ist mit steinernen Gehwegplatten gepflastert und Findlinge trennen den Fußgängerweg vom Fahrradweg.

Bodenbeschaffenheit

Gehwegplatten, Pflastersteine

Gesamtlänge des Weges: 270 Meter

Informationstafel -Bohrmuscheln-

Die Bohrmuscheln
Termiten des Meeres

Als blinder Passagier im Ballastwasser von Schiffen kam die Bohrmuschel (Teredo navalis) aus Ostasien zu uns. Über die Nordsee gelangten die winzigen Larven auch in die Ostsee, wo sie sich seit 1993 stark vermehrten. Das Weichtier wird wegen seines wurmartigen Aussehens fälschlicherweise oft auch als Bohrwurm bezeichnet, es ist aber tatsächlich eine Muschel. Teredo lebt in hölzernen Brücken, Pfählen und Schiffsrümpfen und durchlöchert diese wie einen Schwamm. Der Schaden an der deutschen Ostseeküste geht inzwischen in die Millionen!

Die Bohrmuschel wird in der kühlen Ostsee bis zu 20 Zentimeter lang. Sie benötigt zum Überleben einen Salzgehalt von 0 Komma 9 bis 3 Komma 5 Prozent. Die Muschel legt mehrere Millionen Eier pro Jahr. Die Larven bohren etwa 1 Milimeter große Löcher ins Holz und wachsen innerhalb ihrer Wohnröhren in nur 8 Wochen zur Geschlechtsreife heran. So können mehrere Generationen pro Jahr entstehen.

Die Muschelschalen sind zu einem Bohrapparat umgebildet. Die Späne dienen der Muschel als Nahrung. Zusätzlich kann sie durch die Saugrohre oder Siphone, die aus dem Bohrgang ins Wasser ragen, Plankton einstrudeln. Der Bohrgang wird mit einer dünnen Kalkschicht ausgekleidet. Mit zwei kleinen Kalkplatten am hinteren Ende kann die Muschel die enge Öffnung der Röhre verschließen und so über Wochen im Süßwasser überleben. Schon Kolumbus fielen auf seiner letzten Reise vier Schiffe diesen gefräßigen Muscheln zum Opfer!

Informationstafel -Quallen-

Quallen
Schwebende Schönheiten

Quallenplage an der Ostsee!
Wenn die Quallen im Sommer in großen Schwärmen auftreten, trifft sie der Zorn der Badegäste. Doch nur die Feuerquallen verursachen schmerzhafte Verbrennungen. Die in der Förde häufig vorkommende Ohrenqualle (Aurelia aurita), ist dagegen harmlos.
Die Quallen sind sehr einfach aufgebaut. Sie bestehen zu 99 Prozent aus Wasser! Ihre Gallertschicht wird nur aus zwei Zelllagen zusammengehalten. Biologisch gehören die Quallen zu den Nesseltieren (Cnidaria). Sie besitzen Fangfäden, die mit Nesselkapseln (cniden) besetzt sind. Diese enthalten ein Gift, das je nach Quallenart eine unterschiedliche Wirkung besitzt: harmlos oder schmerzhaft, manchmal sogar tödlich. Quallen ernähren sich hauptsächlich von Plankton. Im Ökosystem Meer können sie die Anzahl anderer Tiere (z.B. den Hering) beeinflussen, indem sie als Nahrungskonkurrenten auftreten oder die Fischeier fressen. Sie selbst wiederum dienen anderen als Nahrung.

Als eine der schnellsten Bewegungen im Tierreich gilt die Entladung der Nesselkapseln der Quallen. Innerhalb von 0,5 Millisekunden schießen aus ihnen mikroskopisch kleine, mit Gift gefüllte Harpunen hervor und bohren sich mit einem Druck von 140 Atmosphären in das Opfer.


Ein besonders interessanter Aspekt der Quallen ist die Vermehrung. Ihr Entwicklungszyklus zeichnet sich durch einen Generationswechsel aus: Aus einer Eizelle entwickelt sich die frei im Meer schwebende Larve (Planula). Sie setzt sich am Meeresboden oder an Pflanzen fest und entwickelt sich zum bodenlebenden Polypen, von dem sich im Strobila-Stadium winzige junge Quallen (Ephyren) abschnüren. Es ist ein Wechsel zwischen einer geschlechtlichen Quallengeneration und einer ungeschlechtlichen Polypengeneration.

Weg zum Museumshafen

Wir gehen den Weg ca. 80 Meter weiter in Richtung Norden und finden dort auf der rechten Seite eine weitere lnformationstafel mit dem Stadtplan von Flensburg, sowie über weitere Stationen auf unserem Stadtrundgang auf der Westseite des Hafens. Nun gehen wir ca. 250 Meter weiter in Richtung Norden um zum Museumshafen zu gelangen. Am Ende der Pflastersteine befindet sich rechts die lnformationstafel mit der Überschrift: „Schiffe, Menschen und die See“. Von hier aus liegt nur ca. 40 Meter weiter nördlich der Museumshafen. Dieser liegt in unmittelbarer Nähe zum Schifffahrtsmuseum in der Flensburger Altstadt und ist gut durch die roten Holzhäuser zu erkennen. Auf dem Weg bieten uns zahlreiche Sitzbänke die Möglichkeit zum Rasten und Verweilen ein. Hier haben wir einen herrlichen Ausblick über den Hafen und der Flensburger Förde. Die Anlage des Museumshafens besteht aus einer Steganlage, dem Bohlwerk, mit der darauf befindlichen Wachhütte, einer Rekonstruktion des historischen Krans von 1726 und dem Hafen für offene Fischerboote, dem Lüttfischerhafen.

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine

Gesamtlänge des Weges: 370 Meter

Informationstafel -Schiffe, Menschen und die See-

Schiffe, Menschen und die See
Vom Fellboot zum Containerschiff

Auch hier auf der Ostsee sind die Menschen bereits vor etwa 5000 Jahren zur See gefahren. Mit Einbäumen und Fellbooten fing es an. Hier siehst Du mehrere Boote und Schiffe, die innerhalb dieser Zeit in unserer Gegend gebaut und gefahren wurden. Weitere Beispiele kannst Du im Schifffahrtsmuseum, im Museumshafen oder auf der Museumswerft finden. Im Flensburger Hafen liegt auch die „Alexandra“, das älteste seegehende Dampfschiff Deutschlands. Zu bestimmten Zeiten zeigen Dir die Maschinisten und Heizer gerne die alte Dampfmaschine.

Um die Entwicklung vom einfachen Fellboot zum großen Containerschiff zu verdeutlichen wird unten auf dieser Seite eine bebilderte Spirale gezeigt.

Als erstes sieht man ein Fellboot. Dafür hat man früher ein Gerüst aus Weiden- und Haselnussgerten geflochten, das mit Fell bespannt wurde. Es wurde etwa im Jahre 3000 vor Christus angefertigt. Auf diesem Boot konnten 2 bis 3 Paddler ihren Platz finden.

Danach ist der Einbaum, wie der Name schon sagt ein Boot, das aus einem Baumstück gehauen wurde abgebildet. Es ist etwa im Jahr 3000 vor Christuns gefertigt worden. Dieses Boot konnte 2 bis 3 Paddler tragen.

Das Hjortspring-Boot ist dagegen schon viel größer, Entstanden ist es etwa. 300 vor Christus. Auf diesem Boot konnten schon bis zu 22 Paddler Platz finden. Gefunden wurden die Überreste dieses Bootes auf der Dänischen Insel Alsen.

Nachfolgend ist das Nydam-Boot gezeigt. Ca. 300 bis 400 nach Christus wurde wurde dieses große Paddelboot gebaut. Darauf konnten bis zu 28 Ruderer Platz finden. Reste des Bootes wurden in Alsensund in Dänemark gefunden.

Das erste Segelboot: die Knarre. Gebaut wurde es etwa. 800 nach Christus. Dieser Segler konnte 15 bis 60 Personen aufnehmen.

Als nächstes: die Kogge. Diese Schiffe wurden als Handelsschiffe eingesetzt. Sie ermöglichten den Handel über weite Strecken der Nord- und Ostsee. Sie erhielten dadurch eine so große Bedeutung, dass die Kogge zum Synonym für die Hanse geworden ist. Gebaut wurde dieser Segler etwa in den Jahren 1000 bis 1400 nach Christus. Auf diesem Schiff war bis zu 20 Mann Besatzung.

Nun folgt die Brigg „Urania von Flensburg“ es ist auch ein Segelschiff, sie wurde 1824 in Flensburg gebaut. Auf dem gezeigten Bild ist sie auf einer Westindienfahrt.

Als nächstes die Jacht „Pröven“. Dieser Segler wurde 1844 in Flensburg gebaut. Es ist ein Küstenlastensegler.

Die „Septima“ ist der erste in Flensburg gebaute Frachtdampfer. Gebaut wurde er ab 1876.

Danach folgt das erste in Flensburg ab 1925 gebaute Dieselmotorschiff: die „Frida Horn“.

Als letzes wird der Eco-Box Frachter „CCNI CHILOE“gezeigt, der 1996 in Flensburg gebaut wurde. Eco-Box Frachter sind Mehrzweck-Containerschiffe. Sie haben fünf Laderäume und zwei große Kräne. Um mal einen Eindruck des Ladevolumens zu haben: nur die Laderäume haben einen Getreiderauminhalt von 25 000 Kubikmeter. Da der Eco-Box Frachter ein Mehrzweckschiff ist können auch Container sowie Schüttladung oder Forstprodukte geladen werden. Zudem sind Transporte mit Projektladungen durch die durchgehenden Decksflächen und die Kräne möglich.

Informationstafel -Seefahrt einst und jetzt-

Seefahrt einst und jetzt
Harte Arbeit – wenig Romantik

Alltag auf Handelsschiffen: technische Mängel, Zeitdruck, schweres Wetter, brüllende Hitze in südlichen Breiten und Piraterie. Vor allem Seeleute der ärmsten Länder arbeiten mit mangelhafter Ausbildung, zu Billigstlöhnen und ohne soziale Absicherung. Die Folgen sind allzu oft Schiffsunfälle und Gefahren für Besatzungen und Schiffe sowie Umweltschäden. Die vom Meer lebenden Menschen an den Küsten können dadurch zeitweise ihre Lebensgrundlage verlieren. Würzige Tropendüfte oder fliegende Fische sind im Alltag der Seeleute eher Randerlebnisse.

Unterhalb des Textes sind Bilder und eine Angabe der Position.
So würden Seeleute den Flensburger Standort angeben:
54 Grad 47 Minuten und 32 Sekunden nördliche Breite
und 9 Grad 26 Minuten 10 Sekunden östliche Länge

Ein Bild zeigt das Anker aufholen mit Muskelkraft. Am Bug des Schiffes war ein Pflock, da hinein wurden stabile Stöcke rundherum in vorgesehene Löcher gesteckt. Dadurch, dass dann mehrere Männer im Kreis gingen, wurde der Anker nach oben geholt.

Das nächste Bild zeigt Seeleute in stürmischer See. Bei stürmischer See heißt es besonders: Festklammern, Gleichgewicht halten und zupacken.

Ein Bild zeigt einen Seemann in schwindelerregender Höhe, 35 Meter über dem nassen Abgrund.
Auftuche: Das heißt rauf mit den großen Segeln, zusammenraffen und festbinden.

Und noch ein Bild: Wacher Blick aus dem Ruderhaus. Ruderwache: Blick nach vorn, Blick zum Kompass, Blick nach vorn…

Auf dem nächsten Bild : Deckschrubben auf den Knien mit dem Offizier im Nacken.

Ein Bild ist eine Aufnahme von dem Kapitän und den Maschinisten. Mit dem Titel: Oben und unten - nebeneinander im Maschinenraum.

Die See mit ihrem Salzwasser bedeutete früher ewiges, stumpfsinniges Rostklopfen. Auch diese Arbeit ist auf einem Bild verewigt.

Ein Bild aus dem unteren Deck. Die Heizer bei 70 Grad vor dem Feuerloch des Dampfers, schweißnasse Kleidung oder auch Plünnen wie man salopp sagte, Kohlenstaub und Asche.

Ein Bild eines völlig zerstörten Rahseglers nach misslungener Wende vor Cornwall in Großbritannien.

Ein weiteres Bild zeigt ein Schiff bei schwerem Wetter: Schwanken des Schiffes und Rollen, Stampfen sowie starkes Kippen zu einer Seite und die Seekrankheit sind üble Begleiterscheinungen der damaligen Seefahrt. Was nicht festgezurrt ist, wird weggerissen…

Ein Bild zeigt das inzwischen verbotene Arbeiten außenbords während der Fahrt.

Als letztes Bild: Ein Mann ist über Bord gegangen. Er wird von seinen Kameraden wieder an Deck geholt. Passender Titel des Bildes: Gerettet!

Weg zum Schlosswall

Von der Informationstafel mit der Überschrift: ,,Schiffe, Menschen und die See" gehen wir links den Weg ca. 40 Meter weiter bis zu einem Zebrastreifen, der eine Länge von ca. 15 Metern hat und überqueren ihn. Dort links stehen wir vor der Gasse Herrenstall, einer malerische Gasse mit Fachwerkhäusern, durch die ein ca. 80 cm breiter, unebener Plattenweg führt. Wir gehen ca. 130 Meter den Herrenstall hinauf. Am Ende des Herrenstalls kommen wir in die Norderstraße. Wir überqueren die mit Kopfstein gepflasterte Straße und gehen nach rechts ca. 100 Meter auf einen gepflasterten Gehweg bis zur Schloßstraße, die links von der Norderstraße abgeht. Der schmale Fußgängerweg besteht aus Pflastersteinen und die Fahrbahn der Schloßstraße besteht aus Kopfsteinpflaster. Nach ca. 170 Metern biegen wir links ab, gehen ca. 160 Meter weiter durch die Königstraße bis wir zur Ritterstraße gelangen. Hier gehen wir links ca. 60 Meter bis zur Straße am Schlosswall. Dort biegen wir links in die Straße am Schlosswall ab. Ein sandiger Weg mit zwei Bänken führt uns links zur Aussichtsplattform hinter der dänischen Schule Duborg-Skolen und wir erreichen nach ca. 60 Metern die dritte lnformationstafel mit der Überschrift: „Spuren der Eiszeit – Flensburg on the Rocks“.

Bodenbeschaffenheit

Gehwegplatten, Kopfsteinpflaster, Sandweg

Gesamtlänge des Weges: 720 Meter

Informationstafel -Flensburg on the Rocks-

Flensburg on the Rocks
Eiszeiten hinterlassen ihre Spuren

Weißt Du eigentlich, dass Du diesen herrlichen Panoramablick den Eiszeiten zu verdanken hast? Genau vor Dir befand sich vor 10.000 bis 15.000 Jahren eine von Skandinavien kommende gigantische Eiswand, die sich stetig in Richtung Südwesten bewegte. Bis zu 7 Kilometer jährlich wanderte das Eis südwärts, das sind immerhin etwa 20 Meter pro Tag! In den Gebirgen und Hochflächen von Norwegen und Schweden waren die Gletscher 3 bis 5 Kilometer dick!

Wie eine Planierraupe schob das Eis gewaltige Mengen an Geröll und Schutt vor sich her. Nach dem Abschmelzen des Eises blieben Hügel oder Wälle, die sogenannten Moränen, zurück. Du stehst somit auf einem „skandinavischen Berg“! Die Gletscher haben jedoch nicht nur Hügel und Berge aufgetürmt, sondern auch den Boden tief aufgeschürft. Nachdem das Klima wieder wärmer wurde, schmolzen die Gletscher und die entstandenen Rinnen füllten sich mit Wasser. Vereinfacht betrachtet ist auch die Flensburger Förde so entstanden!

Zur Verdeutlichung der Entstehung der Landmassen ist ein Radlader gezeichnet, der den Gletscher darstellen soll. Er schiebt die Stein- und Geröllmassen vor sich her.
Daraus entsteht die Moräne, eine riesige Ansammlung der vom Gletscher beförderten Massen.

Untertitel des Bildes:
Das „Eis“ auf dem Vormarsch. Der Aussichtspunkt „Schloßwall“ ist am Entstehen.

Auch diese Bild hat den Radlader als gezeichnetes Beispiel für den Gletscher. Er ist langsam am auftauen und zieht sich dadurch immer mehr zurück. Er hinterlässt dadurch viel Schmelzwasser, das die Flensburger Förde entstehen lässt. Die Moräne bleibt als Landmasse zurück.
Untertitel dieses Bildes:
Das „Eis“ auf dem Rückzug. Die Flensburger Förde ist am Entstehen.

Auch wenn es wie eine Beleidigung klingt, aber der Großteil von Schleswig-Holsteins Landfläche ist eigentlich nichts anderes als eine riesige Geröllhalde! Die gigantischen Erd- und Gesteinsmassen, die das Eis aus Skandinavien mitbrachte, haben das Gelände aufgeschüttet. Hätte dieser gewaltige Transport nicht stattgefunden, könntest Du Dich heute hier nur mit einem Boot fortbewegen!


(Quelle: Schmidtke, K.-D. (1985): Auf den Spuren der Eiszeit, Husum)

Weg zum Rummelgang und Toosbüystraße

Wir gehen ca. 75 Meter den Sandweg zurück bis zur Marientreppe. Am Ende dieser Treppe halten wir uns links und laufen auf einem Sandweg an drei Pforten vorbei. Nach ca. 85 Metern kommen wir an die vierte Pforte. Wir gehen die Pforte hindurch und gehen die Treppe hinunter. Bei der ersten Treppe ist der Handlauf beidseitig. Danach gehen wir fünf weitere, kleine Treppen jeweils ohne Handlauf. Links steht erst eine Bank- und Tischkombination und ein paar Meter weiter die vierte lnformationstafel mit der Überschrift: „Rummelgang“ und „Grünen Wände“. Der Weg macht eine Rechtskurve. Diesen Weg gehen wir entlang. Rechts auf dem Hang befindet sich ein Spielplatz. Am Ende des Weges befinden sich drei Bänke. Von dort gehen wir eine Steintreppe hinauf, an deren Ende befindet sich eine Pforte. Die ersten drei kleinen Treppen sind ohne Geländer. Darauf folgen drei kleine Treppen mit Handlauf zur rechten Seite. Hinter der Pforte kommen wir auf einen Sandweg, den wir links ca. 125 Meter entlang gehen. Der Sandweg führt uns zu einer gepflasterten Rampe, sowie zu einer Treppe. Das Geländer ist beidseitig. Diese gehen wir erst hoch, dann über eine Rechtskurve runter um in die Toosbüystraße zu gelangen. Wir gehen rechts ca. 165 Meter entlang um zur lnformationstafel mit der Überschrift: „Flensburger Windsystem“ zu gelangen.

Bodenbeschaffenheit

Treppen, Sandweg

Gesamtlänge des Weges: 660 Meter

Informationstafel -Der Rummelgang-

Der Rummelgang
Grüne Oase mit Fördeblick

Dicht an der belebten Norderstraße liegt am westlichen Fördehang der rund 3500 Quadratmeter große Rummelgang. Diese Fläche wurde ursprünglich für Hausgärten genutzt. Die Fläche ist durch Terrassen erschlossen, die mit Mauern aus Naturstein abgestützt und durch Steintreppen verbunden sind. Große Teile, der in schmale Parzellen mit eigenen Zugängen aufgeteilten Flächen, verwilderten im Laufe der Zeit.
1986 ließ die Stadt Flensburg eine ökologische Bestandsaufnahme machen und Pläne für eine Neugestaltung ausarbeiten. Als schützenswerte Elemente wurden unter anderem eine Obstwiese und eine Reihe kurzer Wallhecken registriert. Die reizvoll gelegene Freifläche wurde, bei gleichzeitiger Sicherung der vorhandenen Biotope und Natursteinelemente, zu einem Erholungs- und Erlebnisraum für die Bevölkerung umgestaltet.
Heute gliedert sich der Rummelgang in einen privaten und einen öffentlichen Bereich. Der öffentliche Bereich wurde mit einem Spielplatz aus Massivhölzern, einer Liegewiese, einer Holzhütte mit Grasdach und einem Veranstaltungspodest ausgestattet.
In der Zeit der Planungen hatten die Menschen aus der Umgebung die Gelegenheit, ihre eigenen Ideen einzubringen. Dies ist bestimmt ein Grund, dass der Rummelgang heute bei der Bevölkerung gut angenommen wird.

Das linke Bild zeigt, dass man in nur 5 Minuten von der Innenstadt ins Grüne gelangen kann! Der Rummelgang ist ein Naherholungsgebiet für die Bewohner der nördlichen Flensburger Altstadt.

Rechts unten das Bild zeigt eine Liegewiese und ein Spielplatz aus Massivholzelementen.

Ein weiteres Bild zeigt den Rummelgang heute: Die öffentliche Grünanlage geht fast nahtlos in die zum größten Teil begrünten Höfe an der Norderstraße über. Mitten in der Altstadt steht damit eine echte Naherholungsmöglichkeit zur Verfügung.

Informationstafel -Grüne Wände-

Grüne Wände
Pflanzen als Kletterkünstler

Auch Pflanzen können klettern! Und jede macht es auf ihre eigene Art. Der sich im Spätsommer bunt färbende wilde Wein und der immergrüne Efeu bilden spezielle Haftorgane aus. Alle anderen Klimmer, Ranker und Schlinger sind auf Kletterhilfen aus wetterfesten Materialien wie Hartholz oder verzinktes Metall angewiesen. Fünf Kletterkünstler möchte Kekki Dir hier einmal persönlich vorstellen:
Ranker: Waldrebe (Clematis spec.)
Spreizklimmer: Kletterrose (Rosa spec.)
Schlinger: Hopfen (Humulus lupulus)
Wurzelkletterer: Efeu (Hedera helix)
Haftscheibenkletterer: Wilder Wein (Pharthenocissus tricuspidata)

Beispiele für Wandbegrünungen findest Du hier ganz in der Nähe, zum Beispiel im Hof von „Trödel Pit“ in der Norderstraße 107-109, Ecke Schloßstraße und im „Burghof“ in der Nähe unserer Station 6.

Informationstafel -Das Flensburger Windsystem-

Das Flensburger Windsystem
Unsere Stadt braucht frische Luft

Stadtklima zeichnet sich durch den sogenannten „Wärme-Insel-Effekt“ aus, der sich durch höhere Temperaturen und Schadstoffkonzentrationen im Vergleich zum Umland bemerkbar macht. Für die Luftverbesserung sind Windströmungen von besonderer Bedeutung. In Flensburg gibt es drei unterschiedliche Windsituationen.

Westwinde
Westliche Winde verbessern die Luft in Flensburgs Innenstadt kaum. Da das Fördetal eine Nord-Süd-Ausrichtung hat, bewegt sich der Wind über die Altstadt hinweg, so dass es hier nur zu einem geringen Luftaustausch kommt.

Tag- und Nachtwinde
Am Tag erwärmt sich das Land schneller als das Wasser. Dadurch steigt Warmluft über dem Land auf. Der Luftdruckunterschied zwischen Land und Wasser lässt kühle Luft zum Land strömen (Tagwinde). Nachts kühlt das Land schneller ab, so dass über dem Wasser Warmluft aufsteigt und vom Land kühle Luft nachfließt (Nachtwinde).

Nächtliche Hangabwinde
Nachts wird auf den Hochflächen kältere Luft gebildet (Kaltluftentstehungszentren). Diese schwere Kaltluft setzt sich hangabwärts in Bewegung und strömt durch die Kerbtäler in Richtung Förde. Das Kerbtal der Toosbüystraße spielt für die Frischluftversorgung der Innenstadt eine wichtige Rolle. Die Kaltluft hat hier ihren Ursprung in der Marienhölzung.

Übrigens:
Durch die Kerbtäler kommt nicht nur frische Luft. Auch Wasserläufe fließen in den Talsohlen hinunter in die Förde. Da sich aber Täler seit jeher gut zum Bau von Verkehrswegen eigneten, wurden einige Flensburger Bäche in Rohren unter die Erde verbannt. Was heute kaum noch jemand weiß: Unter der vielbefahrenen Toosbüystraße fließt der Bach „Glimbek“.

Weg zum Stadtpark

Wir gehen links ca. 130 Meter die Toosbüystraße bis zur Hausnummer 14 runter. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sehen wir einen gemauerten Torbogen, den Eingang zum Burghof. Hier überqueren wir die ca. 10 Meter breite Straße, um in den Burghof zu gelangen. Der Burghof hat Geschichte und Atmosphäre und steht unter Denkmalschutz. Der Boden ist mit Kopfsteinen gepflastert. In der Mitte steht ein Brunnen mit einer Blumensäule. Wir gehen ca. 65 Meter vom Brunnen durch den Burghof weiter in die Marienstraße und biegen rechts ab. Der Fußgängerweg ist gepflastert und stark ansteigend. Nach ca. 190 Metern gelangen wir am Ende der Straße zu einer Fußgängerampel in der Knuthstraße. Um in den Stadtpark zu gelangen, überqueren wir die Straße und gehen links ca. 40 Meter zu einer mit Steinplatten ausgelegten Treppe mit beidseitigem Geländer. Von dort sind es ca. 20 Meter bis zur Informationstafel mit der Überschrift: „Grünanlagen im Wandel der Zeit". Die Wege im Park sind ausschließlich Sandwege. lm Park befinden sich zahlreiche Sitzgelegenheiten am Wegesrand und an einen künstlich angelegten Teich. 

Ein Rundgang durch den Park kann man gemütlich in 30 Minuten bewältigen.

Bodenbeschaffenheit

Pflastersteine, Gehwegplatten, Treppe, Sandweg

Gesamtlänge des Weges: 510 Meter

Informationstafel -Der Stadtpark-

Der Stadtpark
Grünanlagen im Wandel der Zeit

Im Jahre 1899 kaufte die Stadt Flensburg die sogenannte „Oevelgönne“, ein 22.000 Quadratmeter großes Grundstück, das damals aus Pachtgärten bestand.
Ein Jahr später gewann der Gartenbauingenieur Heinrich Nissen aus Altona die Ausschreibung für die Errichtung eines Parks auf dieser Fläche. Sein Entwurf bezog auch einen 100 Quadratmeter großen Kinderspielplatz mit ein. „Kunst und Natur“ und „Ruhe“ waren die Leitgedanken bei seiner Parkplanung. Daraus ergaben sich auch die von Nissen eingesetzten gestalterischen Mittel:
- seltene exotische Pflanzen
- ein Trinkbrunnen
- zwei Goldfischteiche mit einer Brücke
- Wasserpflanzen und Steingrotten
- Rasenflächen mit Wegen und Ruhebänken

Mit der Enthüllung des Denkmals für General von Wrangel am 27.09.1903 wurde der Stadtpark schließlich seiner Bestimmung übergeben.

Im Laufe der Geschichte hat sich die Funktion von Parkanlagen mehrfach gewandelt:

Repräsentative Funktion
Vor der Jahrhundertwende diente ein Park seinen adeligen Besitzern zur Repräsentation und war für das einfache Volk nicht zugänglich.

Soziale Funktion
Im Industriezeitalter wurden für Bürgertum und Arbeiterschaft eigene Parks zur Erholung angelegt. In dieser Zeit entstand auch der Flensburger Stadtpark.

Ökologische Funktion
Seit Ende der 80er werden Parkanlagen auch ökologisch gestaltet, um einheimischen Pflanzen und Tieren mehr Überlebensräume zu geben.

Weg zum Christiansenpark

Um zur siebten lnformationstafel zu gelangen, gehen wir links von der lnformationstafel mit der Überschrift: „Grünanlagen im Wandel der Zeit" ca. 60 Meter auf einem sandigen und steinigen Weg hin zu einem Spielplatz. Um zum Ausgang des Stadtparks zu gelangen, biegen wir rechts ab. Durch eine Holzpforte gelangen wir auf die Selckstraße. Diese gehen wir rechts ca. 200 Meter zu einer Ampel und überqueren diese. Nun sind wir in der Mühlenstraße. Diese überqueren wir an einer Ampel. Rechts gehen wir ca. 70 Meter bis zum Eingang des Christiansenparks. Dort befindet sich eine lnformationssäule über den Christiansenpark. Hier befinden sich auch zwei Bänke die zum Verweilen einladen. Ein sandiger Weg führt uns links nach ca. 30 Metern zur siebten lnformationstafel mit der Überschrift: „Flechten, Fledermäuse und den Christiansenpark" sowie Informationen rund um das Eiszeithaus. Das schöne, denkmalgeschützte Gebäude gehört zum alten Gebäudebestand des Christiansenparks. Es ist um 1820 als Wirtschaftsgebäude entstanden und wurde für die Unterbringung von Pferden genutzt. Auf dem Dachboden lagerte man einst Stroh und Heu und im Keller befinden sich noch heute alte Brunnen. Die Stadt Flensburg baute das Gebäude auf Initiative des damaligen Bürgermeisters und Kulturdezernenten Hermann Stell zum Schaumagazin des Naturwissenschaftlichen Museums um. Von der lnformationssäule führt rechtsseitig ein mit kleinen Kopfsteinen gepflasterter Weg, der nach ca. 85 Metern in einen steinigen Sandweg übergeht und nach ca. 200 Metern zum Ausgang des Parks führt.

Bodenbeschaffenheit

Sandweg, Gehwegplatten, Kopfsteinpflaster

Gesamtlänge des Weges: 560 Meter

Informationstafel -Die Flechten-

Flechten
Die unscheinbaren Doppelwesen sind wahre Überlebenskünstler

Bei den Flechten haben wir es mit einer einzigartigen Lebensgemeinschaft (Symbiose) aus Pilzen und Algen zu tun. Der Pilz bildet mit seinem Flechtwerk aus verzweigten Fäden, den Hyphen, das eigentliche Flechtenlager, den Thallus. In dieses Geflecht sind die Algen schützend eingebettet. Diese wiederum versorgen ihren Lebenspartner mit Zucker, den sie nach Art der Pflanzen mit Hilfe der Sonne durch Photosynthese gewinnen. Flechten können dadurch Extremstandorte wie Polargebiete, Wüsten und Felsgebirge besiedeln. In der Stadt finden wir Flechten auf Bäumen, Wänden und Dächern. Drei Wuchsformen können äußerlich unterschieden werden: Krustenflechten überziehen Steine oder die Rinde von Bäumen mit einer eng anliegenden Schicht. Blattflechten sitzen blättrig-locker auf ihren Untergrund und Strauchflechten hängen bandartig von Bäumen herab oder bilden aufrecht stehende Stifte, Becher oder Bäumchen.
Große und artenreiche Bestände kann man nur in Gebieten mit sauberer Luft finden. Besonders die empfindlichen Strauchflechten werden durch saure Luftschadstoffe geschädigt und sterben ab.
1990 wurden Flechten in Flensburg untersucht. Dabei sind insgesamt 91 Arten auf Bäumen gefunden worden. Die hohe Zahl lässt auf eine verhältnismäßig geringe Luftbelastung der Region schließen. Während am Stadtrand auch empfindliche Arten vorkommen beschränkt sich der Flechtenbewuchs im Stadtzentrum auf die besonders schadstofftolerante Krustenflechte Lecanora conizaeoides (siehe linke Abbildung). Die Flechten bringen es an den Tag: In Flensburg konzentrieren sich Luftschadstoffe vor allem im Bereich der Innenstadt.

Vielleicht kannst Du die hier abgebildeten oder andere Arten hier im Christiansenpark finden?

Informationstafel -Die Fledermäuse-

Fledermäuse
Unermüdliche Jäger in der Nacht

Der Begriff Fledermaus ist irreführend, denn es handelt sich bei diesen Tieren keineswegs um fliegende Nager! Mit rund 1000 Arten bilden sie die zweitgrößte Gruppe der Säugetiere – und sie sind die einzigen aktiv fliegenden Säuger! Alle 20 in Deutschland beheimateten Arten gelten als gefährdet.
Fledermäuse jagen nach Einbruch der Dämmerung. Anders als ihre blutrünstigen "Vettern" aus Transsilvanien ernähren sich die Fledermäuse bei uns ausschließlich von Insekten. Während der warmen Jahreszeit vertilgen sie davon jede Nacht bis zur hälfte ihres eigenen Körpergewichts!

Die Tiere orientieren sich mit Tönen im Ultraschallbereich, die das menschliche Ohr nicht wahrnehmen kann. Diese Laute werden im Kehlkopf erzeugt und durch Nase und Mund ausgesendet. Das Echo vermittelt den Tieren ein Hörbild ihrer Umgebung.

In Flensburg wurden 5 Fledermausarten beobachtet:
Zwerg- und Breitflügelfledermaus sind wie das Braune Langohr, hier im Bereich der Parkanlagen und Friedhöfe anzutreffen. Der große Abendsegler und die Wasserfledermaus jagen zum Beispiel in Wassersleben, in Solitüde, am Wolfsmoor und am Rüder See. Tagsüber und in den Wintermonaten suchen die Tiere Unterschlupf in Dachstühlen, Baumhöhlen und unterirdischen Stollensystemen ehemaliger Luftschutzbunker. Derartige Gangsysteme gibt es auch hier in der Nähe unterhalb des Museumsberges.
Auf einem Bild wird eine Fledermaus bei der Jagd gezeigt:
Ein Falter wird mit dem Flügel wie mit einem Tennisschläger geschlagen, mit der Flughaut wie mit einem Käscher gefangen und dann aus einer mit der Schwanzhaut gebildeten Tasche gefressen.


Quelle flensburg.de und br-online.de

Informationstafel -Der Christiansenpark-

Der Christiansenpark
Ein bedeutendes Gartenkunstwerk im hohen Norden

Mit dem Ankauf des 4 Komma 2 Hektar großen Christiansenparkes erwarb Flensburg 1992 eines der Bedeutendsten Gartendenkmale Schleswig-Holsteins! Seit 1797 im Stil Englischer Landschaftsgärten angelegt, wurde der Park nach 1820 durch die Zusammenlegung von ursprünglich zwei Gärten ausgebaut: Dem östlich des alten Friedhofs gelegenen Garten der Familie Christiansen mit der 1799/1800 erbauten Boreas-Mühle (heutige Museumsanlagen) und dem westlich des alten Friedhofs gelegenen Garten des Kaufmanns Peter C. Stuhr.
Der Alte Friedhof war die erste kommunale Begräbnisstätte im Lande. Er bildet als zentrales Element der Parkanlage mit dem angrenzenden Christiansenpark und den Museumsanlagen ein gestalterisches Ganzes. Die Gesamtanlage nimmt heute nur noch ein viertel ihrer ursprünglichen Fläche ein und steht als Kultur-Denkmal unter Schutz.

Eine Besonderheit im Christiansenpark ist die Mumiengrotte aus dem Jahre 1820. In ihr ruht ein antiker Sarkophag, dessen Alter auf circa 2400 Jahre geschätzt wird! Dieser Steinsarg diente wohl einem wohlhabenden phönizischen Seefahrer als letzte Ruhestätte. Die Grotte erhält durch den Marmor-Sarkophag einen besonders schauerlichen Charakter. Noch heute findet sich in der Nähe der Grotte ein Gedenkstein der Gartenbauausstellung, die hier 1874 unter der Leitung des schleswig-holsteinischen Gartenbauvereins stattgefunden hat!

Weg zur Stuhrsallee

Wir gehen ca. 10 Meter links auf der Stuhrsallee bis hin zu einem Zebrastreifen, den wir überqueren um zum historischen Alten Friedhof zu gelangen. Links nach ca. 20 Metern steht die achte lnformationstafel mit der Überschrift: „Der Straßenbaum". Wir gehen ca. 20 Meter zurück. Auf einen gepflasterten Weg gehen wir ca. 60 Meter über den Friedhof, bis wir zu einer Treppe kommen. Wir gehen einige wenige Stufen hinunter auf die Reepschlägerbahn und überqueren diese in Richtung Museumsberg. Wir gehen ca. 90 Meter auf einem sandigen Weg. Auf der linken Seite befindet sich das Hans-Christiansen-Haus. Rechts, hinter dem Haus, befindet sich die neunte lnformationstafel mit der Überschrift: „Ulmenkrankheit". Wir gehen links von der lnformationstafel ca. 40 Meter einen geteerten Weg entlang und kommen zu einer Steintreppe. Sie hat ein beidseitiges Geländer und eine Länge von ca. 50 Metern. Nach ca. 20 Meter rechts folgt über einen kurzen Pflasterweg eine kleinere Treppe mit einer Rampe für Kinderwagen oder Fahrräder, mit ebenfalls beidseitigem Geländer. Am Ende stehen auf der rechten Seite zwei Bänke. Wir haben das Ende des Christiansenganges erreicht und stehen auf dem Nordergraben.

Bodenbeschaffenheit

Pflasterstein, Sandweg

Gesamtlänge des Weges: 520 Meter

Informationstafel -Der Straßenbaum-

Der Straßenbaum

Als Eichhörnchen bin ich auf den Bäumen unserer Stadt zu Hause. Ist es nicht schön, unter den alten Linden spazieren zu gehen? Die Stuhrsallee wurde bereits 1809 angelegt. Damals sah es in dieser Straße allerdings noch ganz anders aus. Die jungen Linden waren nicht den heutigen Belastungen eines Straßenbaumes ausgesetzt. Es gab schließlich noch keine Autos und keinen sauren Regen. Dabei sind die Bäume in der Stadt heute wichtiger den je. Sie erfreuen uns mit ihrer lichtdurchfluteten Gestalt im jahreszeitlichen Wechsel und den Duft ihrer Blüten. Sie verbessern die Qualität der Luft, dämpfen den Straßenlärm und bieten Lebensräume für viele Tiere. Die Bäume sind unsere Freunde! Schön wäre es, wenn die Menschen sie auch so behandeln!

Eine Zeichnung stellt dar, was wir dem Baum zumuten und das was wir von ihm bekommen.
Auf der einen Seite sind die Angriffe dargestellt durch fünf rote Pfeile mit dem Inhalt:

Abgase und Sauren Regen
Stammverletzungen durch Autos
Wurzelschäden durch Baustellen
Streusalz und Hunde-Urin
Versiegelung des Wurzelraumes

und

auf der anderen Seite des Baumes fünf blaue Pfeile, die vom Baum wegzeigen. Sie beinhalten was der Baum uns gibt:

er mindert Staub, Lärm und Hitze
Bietet vielen Tieren Lebensraum
Spendet Sauerstoff und Schatten
Verbessert das Klima der Stadt
Und nicht zuletzt Sorgt er für unser Wohlbefinden.

Informationstafel -Die Ulmenkrankheit-

Die Ulmenkrankheit
Abschied von einem typischen Flensburger Stadtbaum

Prachtvolle alte Ulmen fangen im Sommer plötzlich an zu welken und sterben; schließlich müssen sie gefällt werden! Durch das Ulmensterben hat sich das Bild Flensburgs verändert. Die Ulmenkrankheit trat 1918 erstmals in Europa auf. Über Holland gelangte sie zu uns in den Norden. In Flensburg sind ihr seit 1990 ungefähr 3000 Ulmen zum Opfer gefallen, das ist fast die Hälfte aller Bäume in den Straßen und Parks unserer Stadt!
Das Ulmensterben wird durch den Pilz (Ceratocystis ulmi) verursacht, der vom Ulmensplintkäfer (Scolytus) übertragen wird. Die Larven des Käfers entwickeln sich unter der Rinde des Baumes. Die Jungkäfer fressen an Blattstielen und Achseln dünner Zweige. Dabei gelangen Pilzsporen, die am Käfer haften, über Fraßwunden in die Leitungsbahnen der Bäume. Über diese kann sich der Pilz rasch in alle Teile des Baumes ausbreiten und stört durch Ausscheidung giftiger Stoffe dessen Wasserhaushalt. Die Ulmen versuchen durch Verschluss ihrer Gefäße die Ausbreitung des Pilzes zu hemmen. Dadurch werden jedoch die Zweige von der Wasser und Nährstoffzufuhr abgeschnitten. Die Züchtung widerstandsfähiger Ulmen hatte bisher kaum Erfolg. Forstleute versuchen jetzt, Ulmen in Mischkulturen vor dem Käfer zu verbergen und sie so zu erhalten.


Es folgen nun Schilderungen zu den Bildern

Die Ulmen – hier die Bergulme (Ulmus glabra) – sind gut an ihren Blättern zu erkennen, deren Hälften verschieden groß ausgebildet sind.

Die kleinen Blütenbüschel der Ulmen erscheinen vor den Blättern in der Zeit von März bis April.

Eine Abbildung des weiblichen Ulmensplintkäfers. Es ist so, dass selbst der große Ulmensplintkäfer (Scolytus scolytus) nur 4 bis 6 Milimeter lang wird.

Ein Bild zeigt die hellgrünen Flügelfrüchte, sie färben sich im Juni hellbraun und werden vom Wind verbreitet.

Dieses Bild zeigt die Fraßgänge der Larven. Das Fraßbild zeigt den Ort der Eiablage und den zentralen Muttergang.

Weg zur Speicherlinie

Wir überqueren eine ca. 10 Meter breite mit Kopfstein gepflasterte Straße und gelangen in den geteerten Heiligen-Geist-Gang. Nach ca. 100 Metern sind wir in der Großen Straße. Wir gehen links an der lnformationstafel mit der Überschrift: „Heiliggeistkirche" (dänisch: „Helligåndskirken“) ca. 80 Meter weit und biegen rechts in den Brasseriehof ab.

Von den traditionellen Kaufmannshöfen, die in Flensburg ab Ende des 16. Jahrhunderts entstanden, wurden inzwischen viele, darunter der Brasseriehof restauriert und durch Galerien, Boutiquen, Werkstätten und kleinen Läden zu neuem Leben erweckt. Der Brasseriehof beginnt mit Kopfsteinpflaster. Wir gehen ca. 110 Meter durch den Brasseriehof und ein bisschen weiter bis zur Speicherlinie. Rechts geht es ca. 140 Meter bis zum Hausnummer 40, wo wir zur nächsten lnformationstafel mit der Überschrift: „Die neue Speicherlinie am alten Hafenrand" gelangen.

Wir gehen über eine ca. 10 Meter breite mit Kopfstein gepflasterte Straße und anschließend auf einem geteerten Gehweg durch eine Unterführung vom Arcadia-Hotel, welches sich gegenüber der Hafenspitze befindet.

Die Hafenspitze, als Anfang und Endpunkt unserer Route „StadtRundum West“, erreichen wir entweder in dem wir links zur Ampel an der Schiffbrücke gehen oder in dem wir uns rechts in Richtung Zentraler Omnibusbahnhof (kurz ZOB) halten von wo wir die Ampel links überqueren.

Bodenbeschaffenheit

Treppen, Asphalt, Kopfsteinpflaster, Pflastersteine

Gesamtlänge des Weges: 610 Meter

Informationstafel -Die neue Speicherlinie-

Die neue Speicherlinie am alten Hafenrand
Stadtsanierung in Flensburg

In den letzten 30 Jahren hat die Stadt Flensburg viele Maßnahmen für die Erneuerung und Erhaltung des historischen Stadtbildes durchgeführt. Das Ziel, die alten Stadtstrukturen im Rahmen der Sanierung zu erhalten, wird hier in der neu erschlossenen Straße Speicherlinie besonders deutlich.
Die Straße markiert den ursprünglichen Fördeverlauf; das heißt hier stand man im 16./17. Jahrhundert, als die Flensburger Kaufmannshöfe errichtet wurden, direkt am Hafenwasser. Der Bau der neuen Speicherlinie erforderte umfangreiche Abbrüche von Bauten, die vorwiegend aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert stammten und meist für Gewerbezwecke genutzt worden waren. Damit wurde die Erschließung der Rückwärtigen Grundstücksteile der Großen Straße gewährleistet und eine Sicherung des Anlieferverkehrs für die Geschäfte in der Fußgängerzone vorgenommen. Die Baulücken entlang der westlichen Straßenseite wurden mit zeitgemäßen, sich in die Reihe der alten Speichergebäude einfügenden Bauten geschlossen; die östlich angrenzenden Flächen wurden neu bebaut. Hier, am Standort der Infotafel, befand sich der sogenannte Amalie-Lamp-Speicher, der aufgrund seines schlechten Zustands rekonstruiert wurde.
Die stadttypischen Kaufmannshöfe, die im 16. Jahrhundert im Zuge eines großen wirtschaftlichen Aufschwungs entstanden, nehmen im Rahmen der Stadtsanierung eine besondere Bedeutung ein. Zur Abwicklung des damals sehr einträglichen Handels wurden an der Westseite des Hafens prächtige Hofbauten errichtet, die aus Vorderhaus, repräsentativen Saalbau und gestaffelten Seitenflügeln bestanden. Auch hier an der Speicherlinie findet man die sogenannten Westindienspeicher (Große Straße 24 und Speicherlinie 34a) und dem Brasseriehof (Große Straße 42-44 und Speicherlinie 18) solch eindrucksvolle alte Kaufmannshöfe.

(Beschreibungen zu den Bildern)

Die neue Speicherlinie verläuft am ehemaligen Fördeufer.

Vorher: Amalie-Lamp-Speicher
Das Gebäude befindet sich zu Beginn der Sanierung in einem desolaten Zustand.

Nachher:
Der Neubau erinnert an die Formgebung der charakteristischen Speicherarchitektur.

Vorher: Brasseriehof
Der ehemalige Kaufmannshof stand zu Beginn der Sanierung, abgesehen von einem kleinen Restaurant, völlig unbenutzt.

Nachher:
Das heutige Hofensemble orientiert sich an der Formgebung aus dem 19. Jahrhundert. Einige Bauteile entstanden schon im 16. Jahrhundert.

Weg zur Hafenspitze

Von der Schiffbrücke gehen wir rechts weiter und kommen zu unserem Ausgangspunkt, der Hafenspitze.

Hier kann man wieder den Ausblick über den Hafen genießen oder in einem Restaurant einkehren, neben dem sich ein Spielplatz für die Kleinen befindet.

Flensburg bietet besonders in der Sommersaison viele Veranstaltungen am und auf dem Wasser, wie zum Beispiel die Rumregatta zu Himmelfahrt, die viele Touristen aus nah und fern anlockt.

Es befinden sich zehn Bänke und drei Doppelbänke an der Hafenspitze, die zum Verweilen einladen.

Bodenbeschaffenheit

Gehwegplatten, Sandweg, Pflasterstein

Gesamtlänge des Weges: 420 Meter