Seite drucken

Flensburg Mobil

Ein Projekt der bequa Flensburg Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH

Schiffbrücke 43-45
24939 Flensburg

Telefon: +49 461 - 1 503-0
Telefax: +49 461 - 1 503-100

URI: https://www.flensburg-mobil.de/

Stolpersteine Familie Nicinsky

Norderst. 111
24939 Flensburg

Beschreibung der Einrichtung

Familie Nicinsky

Leiser Nicinsky, geboren am 10.02.1896 in Klodowa/Polen

Ehefrau Taube, geborene Iglinksky, am 25.02.1896 in Prsedecz/Polen
Sohn Isaac Hermann, geboren am 30.03.1928 in Flensburg

Leiser Nicinsky arbeitete als Händler und Schumacher in der Norderstraße 111. Dort wurde ihr Sohn Isaak Hermann geboren. Am 18. November 1937 siedelten sie nach Hamburg über. Leiser ging dort seinem Beruf als Schumacher nach.
Doch die Hoffnung in Hamburg sicherer zu sein, war ein Trugschluss. Am 23. Oktober 1941 wurde die Emigration von Juden untersagt und nur 2 Tage später wurden sie mit weiteren 1034 Personen nach Lodz/Polen deportiert.
Die Überlebenschancen waren minimal. Hunger, Kälte, Krankheiten und unmenschliche Arbeitsbedingungen führten zu einer hohen Todesrate.
Systematische Ermordungen folgten ab Winter 1941/42 im Vernichtungslager Chelmo. Dort wurden die Menschen in speziell konstruierten Lastkraftwagen durch Motorgase umgebracht, darunter auch die Nicinsky´s mit ihrem erst 13 Jahre alten Sohn Isaak.

Seit August 2004 erinnern 3 Stolpersteine vor dem Haus in der Norderstr. 111 an ihr Schicksal.


Quellen:
Flensburger Beiträge zur Zeitgeschichte Band 3, Titel Ausgebürgert, Ausgegrenzt, Ausgesondert, Beitrag: Jüdische Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes, Bernd Philipsen, S. 246 folgende


Informationen zur Zugänglichkeit

Eingang

Die Steine sind in den Boden vor dem Haus Nr. 111 eingelassen

The stones are embedded in the ground in front of the house No. 111

Parkplatz

Parkplätze am Hafen und im
Parkhaus in der Segelmacherstr.

Parking at the harbor and in the
Parking garage in the Segelmacherstr.