Flensburg Mobil

Ein Projekt der bequa Flensburg Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH

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Schulprojekt einer Erziehergruppe zum Thema Barrierefreiheit

24. September 2013, von «Redaktion»

Shoppen in Schleswig und ein Ausflug in den Freizeitpark Tolk

Wer sind wir?

Wir, Ana Maria Przybille, Silke Frahm, Jasmin Möller und Ann Katrin Stahl, sind eine Erziehergruppe vom Berufsbildungszentrum in Schleswig mit dem Schwerpunkt Sonderpädagogik.

Im Rahmen eines Schulprojektes setzten wir uns mit dem Thema Barrierefreiheit, bzw. Barrierearmut auseinander. Aus unserer ursprünglichen Idee, Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung zu suchen, entstand die Idee, einen Zweitagesausflug zu gestalten und in einem Flyer festzuhalten.

Ein weiteres wichtiges Ziel war es, uns selbst einmal in die Lage eines Menschen mit Gehbehinderung zu versetzen, um einen andere Sichtweise zu erhalten.

 Wir starteten unser Projekt mit der Erwartung, bei den Ämtern auf Zuständigkeit zu treffen. Wir stießen jedoch auf unzureichende Kenntnisse; sowohl bei unserem Thema der Freizeitangebote, wie auch bei den Angestellten der Stadtverwaltung selbst. Dieses hatte uns demotiviert, jedoch gelangten wir durch einen nützlichen Hinweis auf das Generationshaus in Schleswig, von wo wir einen Flyer von einer Organisation bekamen, die sich anscheinend mit diesem Thema auseinandersetzt.  Auf der Suche nach dem Gebäude mussten wir jedoch feststellen, dass diese Organisation dort nicht mehr existierte.

Wir fühlten uns hilflos, da uns niemand weiter helfen konnte und auch die Suche erfolglos war. Einen kleinen Hoffnungsfunken erhielten wir, als wir die letzte Telefonnummer auf dem Flyer sahen.
Diese führte uns dann zu Herrn Eggers von der „Beschäftigungs- und Qualifizierungs-Gesellschaft Flensburg (bequa)“. Aufgrund des Telefonates waren unsere Zweifel zunächst gemildert und uns wurde bewusst, dass wir uns mit unserem Ursprungsthema übernommen hatten. Dies wurde uns letztendlich auch von der „bequa“ bestätigt.

Wir planten daraufhin eine neue Zielsetzung, mit der wir uns gut identifizieren konnten. Auf der Suche nach Möglichkeiten hatten wir die Stadtrundgänge im Blick, die bereits vorhanden waren. Diese waren für uns nicht ansprechend, da die Wege zu lang, für gehbehinderte Menschen zu beschwerlich und eher für eine ältere Altersgruppe bestimmt waren. Wir wollten jedoch auch jüngere Altersgruppen miteinbeziehen.
Daraufhin versetzten wir uns in die Lage einer Familie mit Kindern, dem Bedarf eines Rollstuhls und deren Großeltern. Für den ersten Tag unseres Ausfluges stellten wir uns eine Shoppingtour vor. Hierzu wollten wir wissen, welche der Geschäfte/ Cafés barrierearm waren. Positiv überrascht waren wir über die Freundlichkeit und das Entgegenkommen der Betriebe. Viele von ihnen hatten breite Gänge und hatten sich  bereits mit der Problematik auseinander gesetzt. Besonders aufgefallen war uns ein zufälliges Geschehen, welches wir bei „Back Factory“ beobachten konnten. Ein Rollstuhlfahrer hatte den Laden betreten, die Verkäuferin kassierte bei ihrem aktuellen Kunden zu Ende und ging dann zu dem Mann, um ihm zu helfen. Dabei ließ sie die anderen Kunden freundlich eine kurze Zeit warten. Dieses Ereignis gab uns das Gefühl der Bestätigung für unser Thema.

Mit einem ausgeliehenen Rollstuhl überprüften wir selbst die Geschäfte. Von Passanten wurden wir mitleidig beschaut, von den Betrieben wurden wir gelobt und darin bestärkt,  uns an ein solches Thema heran zu wagen. Wir erfuhren auch von der Notwendigkeit, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Als unangenehm empfanden wir das Fahren mit dem Rollstuhl durch die Innenstadt selbst. Die Geschäfte waren dabei gut zu befahren, jedoch war es für Ungeübte eine Qual, die Fußgängerzone zu befahren, da sie sehr uneben ist.

Als Übernachtungsmöglichkeit hatten wir das Hotel „Zum alten Kreisbahnhof“ im Blick, da dieses sehr zentral gelegen ist. Es bot alles, was man benötigte, um sich abends zu erholen. Dazu gehört auch ein Abendessen, sowie das Frühstück am nächsten Tag. Wir fanden gut eingerichtete Zimmer vor, die  auch für Rollstuhlfahrer geeignet waren.  

Für den zweiten Tag wollten wir, dass die Kinder sich im Freizeitpark „Tolk-Schau“ austoben und die Männer sich als Grillmeister beweisen können.
Die „Tolk-Schau“ bietet neben zahlreichen Fahrgeschäften auch eine Reise durch die Urzeit an. Die Parkbahn ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet und bietet eine zusätzliche Sichtweise auf den Park. Im übrigen ist der Park auch ohne Bahn für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen gut befahrbar.
Im ganzen Park kann man viele Pfauen bestaunen und  wunderbar die Landschaft genießen. Leider ist es nicht erlaubt, Haustiere im Park mitzuführen. Eine Ausnahme bilden hierbei Blindenhunde.
Zum Grillen muss man das Essen selbst mitbringen; es ist jedoch möglich, sich einen Bollerwagen für die Sachen zu leihen. Sollten sich die Männer als nicht so gute Grillmeister herausstellen, kann man unter den zahlreichen und preisgünstigen Speiseangeboten innerhalb des Parks wählen.

Bei dem Besuch des Parks fühlten wir uns gut und in unserem Vorhaben bestätigt.

Das Ergebnis unseres Projektes ist ein selbstgestalteter Flyer, in dem diese zwei Tage dargestellt sind  und der als Leitlinie dienen kann. Darüber hinaus stehen unter diesem Text zwei PDF-Dateien und eine Mp3-Datei zur Verfügung.

Zurückblickend stellen wir fest, dass es eine Freude für uns war, dieses Projekt in der Schule vorstellen zu dürfen und auch diese Erfahrung gemacht zu haben. Dieses Projekt hat dazu beigetragen, dass sich unsere Sichtweise ein Stück weit verändert hat. 

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