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Hochwasserschutz in Flensburg

20. Februar 2024, von «Redaktion»

Erste Ergebnisse der städtischen Arbeitsgruppe

Flensburger Hafen. Sturmflut 1872

Die Jahrhundertsturmflut vom 20.-21. Oktober hat ganz Schleswig-Holstein und auch die Stadt Flensburg hart getroffen. Während bei früheren Flutereignissen mit Pegelständen von rd. 2 Metern die Anrainer den Fluten mit den bewährten Mitteln weitgehend haben trotzen können, war dies bei dem Stand von 2,27 Meter kaum mehr möglich. Zudem waren deutlich mehr Haushalte von dem Flutereignis betroffen als bei früheren Fluten.

Die Stadt Flensburg, orientiert sich an den Warnmeldungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie. Auch hier wurde die tatsächliche Fluthöhe unterschätzt, die knapp 30 cm über den Meldungen lag.

Im Rückblick zeigt es sich deshalb, dass es einiger zusätzlicher Maßnahmen bedarf, um bei zukünftigen Flutereignissen optimaler aufgestellt zu sein. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass diese durch den vorhersehbaren Anstieg des Meeresspiegels zukünftig häufiger auftreten können.

Der Flensburger Oberbürgermeister hat im unmittelbaren Nachgang des Flutereignisses eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit den verschiedenen Aspekten des Hochwasserschutzes befasst. 

Warnsysteme
Die Stadt Flensburg ist angehalten, sich nach den Warnmeldungen des Deutschen Instituts für Seeschifffahrt und Hydrographie zu richten. Gleichzeitig soll jedoch auch die Warnlage des Dänischen Meteorologischen Instituts (dmi) im Blick behalten werden um ggf. Abweichende Warnmeldungen verifizieren und mit den dänischen Nachbarkommunen in den Austausch zu gehen.
Die Warnung der Bevölkerung erfolgt in der Regel über Radiodurchsagen und die gängigen Warn Apps wie NINA oder KATWarn und die Homepage der Stadt Flensburg. 

Sandsackausgabe für Betroffene
Im Zuge der Sturmflut im Oktober 2023 gab es den Wunsch Sandsäcke für die betroffene Bevölkerung zur Verfügung zu stellen, damit diese zusätzlichen Sicherungen zum Schutz ihrer Immobilien vornehmen können.
Zu diesem Zweck werden zwei Rollcontainer angeschafft, auf denen jeweils 700 bereits gefüllte Sandsäcke gelagert und transportiert werden können. Darüber hinaus werden 20.000 Sandsäcke eigelagert, die dann im Einsatzfall mit Hilfe einer geeigneten Anlage gefüllt werden. Rechtzeitig vor dem jeweiligen Flutereignis werden 1-2 zentrale Ausgabestationen definiert und eingerichtet. Die Abholung erfolgt dann eigenständig durch die Bevölkerung. 

Bürgertelefon im Krisenfall
Bei länger anhaltenden Krisen, bei denen eine Vielzahl von Menschen betroffen sind, schaltet die Stadt ein Bürgertelefon, um erste Informationen und Orientierung geben zu können.  Über den Einsatz des Bürgertelefons entscheidet die Pressestelle in Abstimmung mit dem Stab. Das Telefon ist im Krisenfall unter 854000 erreichbar.

Krisenstab der Verwaltung
Parallel zum Katastrophenstab, der in der Leistelle tagt, wird ein Krisenstab in der Verwaltung gebildet, der schnelles Handeln und zielgerichtetes Entscheiden vorbereiten soll. Dem Krisenstab steht ein Mitglied des Verwaltungsvorstands vor.

Derzeit erfolgt ein Beratungsprozess um die Strukturen und die Einbindung von Bereichen abbilden zu können. Der Krisenstab soll ab der 2. Jahreshälfte installiert werden und regelmäßig üben. 

Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgt durch die Pressestelle der Stadt Flensburg, die wie bisher auch in den Katastrophenstab eingebunden ist. Sie kommuniziert mit den Medien, versendet Pressemitteilungen und hält die Bevölkerung über Social Media auf dem Laufenden. Des Weiteren koordiniert die Pressestelle die Arbeit des Bürgertelefons. Zukünftig ist eine Besetzung von mind. 2-3 Personen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit während besonderer Lagen vorgesehen.

Städtebauliche Maßnahmen
Im Bereich des Städtebaus erfolgen derzeit Untersuchungen, wie einer Flut mit baulichen Maßnahmen möglichst optimal begegnet werden kann. Dabei sind neben Flutwassermengen auch Regenwassermengen zu berücksichtigen, da diese vor allem in Kombination mit Hochwasserlagen zu Problemen führen können. Geplant sind außerdem ausreichende Ausweichflächen für Hoch- und Regenwasser.

Im ersten Halbjahr 2024 sind unterschiedliche Gutachten in Auftrag gegeben worden (Regenwassermanagement, Küstenschutz) die zu einem Anforderungsprofil zusammengeführt werden sollen. Ende 2024/Anfang 2025 ist mit ersten Ergebnissen für langfristige Maßnahmen zu rechnen.
Geplant ist auch ein Informationsabend für die Bevölkerung. 

Mobiler Hochwasserschutz
Ein konkreter Ansatz zum Umgang mit Hochwasser im Bereich der Berufsfeuerwehr, dem Objektschutz und der Gefahrenabwehr am Innenhafen (Bereich Schiffbrücke, Süderhofenden, Hafendamm) in Form eines Schlauchsystems, das derzeit einer fachlichen Prüfung unterzogen wird. 
Die Arbeitsgruppe Hochwasser wird unter Leitung des Oberbürgermeisters die Umsetzung der weiteren Schritte laufend begleiten.

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